Freitagnachmittag im Zug. Zwei ältere Damen fahren (im meinem [!] Abteil) in die Sommerfrische.
(Erste, leicht geschönte Fassung.)

Die Eine: “Das letzte Mal als wir hier vorbei gefahren sind, das muss damals gewesen sein, als der Hans die Nierensteine hatte, da hat es hier auch geregnet.”
Darauf die Andere: “Schau mal. Eine Kuh. Die frisst Gras.”

Darauf die Eine: “Ja, die frisst Gras. Egal ob es regnet.”
Dann die Andere:
“Ach. Da ist der Schaffner. Ein netter junger Mann.”
Darauf die Eine:
“Ich habe immer Probleme mit meinen Füßen. Besonders mit dem Rechten, oder war es der Linke? Nein, der Linke ist seit der Operation an der Hüfte eigentlich in Ordnung.”

[Weiter lesen]

{ 11 Portionen Senf }

Post image for Sag mir wie Du heißt und ich sag Dir, ob ich Dich lesen werde

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber bei mir liest beim Lesen auch immer das Auge ein Stück weit mit. Und das Hirn, sofern wach und pflichtbewusst, hirnt – ganz Ästhet- gleichsam vor sich hin. Und weil die beiden sich in manchem Moment so außerordentlich gut verstehen, finden sich in meinem eher prall gefüllten Bücherregal zahlreiche Werke, die ich einzig, allein und ausschließlich wegen ihres außergewöhnlichen Titels gekauft habe. Interessanterweise lag ich mit meinem seltsamen Auswahlverfahren in den allermeisten Fällen für mich goldrichtig. Und selbst wenn der Kauf dieser Bücher mit bedeutungsschwangeren oder bedeutungsentbundenen Titeln am Ende nur dem Zwecke hätte dienen können, sie hier und an dieser Stelle unter Schmunzeln vorzuführen, dann wäre das für sich genommen auch schon mal reichlich dufte gewesen.

Hier also meine all-time-Title-Favs. Die Sternchen zeigen Euch, wie hervorragend Auge und Hirn für mich ausgewählt haben.

Und was habt Ihr dem hinzuzufügen?

{ 19 Portionen Senf }

Post image for Abenteuer Deutsche Bahn. Heute: Leben ohne Kinderstube

Für  übermäßige Freundlichkeit ist die Bahn schon von jeher nicht bekannt, aber die meisten Mitarbeiter haben aber doch so viel Anstand, dem Fahrgast gegenüber höflich und respektvoll zu bleiben. Und wenn sie ihren Job nicht so sehr lieben, dass sie jeden Tag fröhlich pfeifend durch die Abteile hüpfen, dann ist das meines Erachtens in Ordnung und ihre Sache. Schließlich pfeife ich auch nicht, wenn mir nicht danach ist. Und wenn das Prinzip mit dem Wald gilt – und davon bin ich felsenfest überzeugt – dann bekommen Miesepeter von den wenigstens Fahrgästen spontan Blumen geschenkt. Und in sofern gleicht sich alles wieder aus. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Und diejenigen, die doch fröhlich pfeifen und andere an ihrer Freude teilhaben lassen, die ernten ganz sicher Ähnliches. [Weiter lesen]

{ 9 Portionen Senf }

Im Biergartenparadies

August 3, 2010
Thumbnail image for Im Biergartenparadies

Biergärten gibt es in München wie Sand am Meer. Ein Meer gibt es in München hingegen nicht. Deshalb entscheidet man sich stattdessen immer für den Biergartenbesuch. Aber auch unter den Biergärten gibt es so’ne und solche und ähnlich wie bei der Suche nach dem richtigen Sand am richtigen Meer verhält es sich in Städten wie [...]

Noch kein Senf abgegeben >> weiter lesen

Zurück in Zuhausistan

Juli 25, 2010
Thumbnail image for Zurück in Zuhausistan

“Zurück in Zuhausistan” ist im Juni 2010 zuerst im stijlroyal Heimatmagazin erschienen, für das ich die Geschichte auch ursprünglich geschrieben hatte. Wohntechnisch sind die ersten 18 eine einzige Aneinanderreihung von Kindergeburtstagen. So lange man die Füße unter den elterlichen Tisch stellt, muss man zwar nach der elterlichen Pfeife tanzen, man muss sich aber wenigstens nicht [...]

Noch kein Senf abgegeben >> weiter lesen

mellcolm wird heraus geputzt

Juli 24, 2010
Thumbnail image for mellcolm wird heraus geputzt

Gestern hat das Blögchen das vierte neue Theme bekommen. Wir haben uns beide sehr darüber gefreut. Ich, weil das Blögchen mit jedem neuen Theme noch hübscher wird, es, weil es mit jedem neuen Theme noch wertvoller wird. Ein wahres Luxusluder, das ich mir über die Jahre da heran gezüchtet habe. Fast hätte es mich sogar [...]

7 Portionen Senf >> weiter lesen

Projekt: Paul. Letzter Spieltag.

Juli 11, 2010

Dieses Finale hat ungefähr so viel Spaß gemacht wie ein Zahnarzttermin bei einem ausgebildeten Maurer während eines schweren Gewittersturms in einem zweimal ausgemusterten Aeroflot-Jet an der afghanischen Grenze. Bis zum Spielbeginn hätte ich den Holländern den Titel gegönnt, weil sie ja quasi nebenan wohnen, noch nichts Wichtiges gewonnen haben und weil Robben geschützt gehören. Leider [...]

11 Portionen Senf >> weiter lesen

Projekt: Wir sind Ananas. Vierundzwanzigster Spieltag.

Juli 11, 2010

Wer nun aber damit gerechnet hatte, dass DIESES deutsche Team die Urus selbst ohne Betreten des Platzes wegpustet, der hat sich maßgeblich geirrt. In Wahrheit hat die Mischpoke der Werhatnochnichtwerwillnochmals eher ein bisschen Glück gehabt, dass sich der schöne Diego nicht noch öfter in die Nähe des Butts vorkämpfen konnte. Aber vielleicht waren WIR auch [...]

Noch kein Senf abgegeben >> weiter lesen

Projekt: Wir sind Weltmeister. Irgendwann. Dreiundzwanzigster Spieltag.

Juli 8, 2010

Das Tal der Tränen liegt irgendwo hinter dem Kap der guten Hoffnung. Dorthin war ich ein paar Tage verreist. Es ist ein trostloses, ein tiefes Tal. Ist man einmal drin, hat man große Mühe wieder herauszukommen. Es war ein ziemliches Gedränge im Tal der Tränen. Halb Deutschland tummelte sich dort. Vereint in ein und demselben [...]

1 Portion Senf >> weiter lesen