Hatte ich Ihnen eigentlich schon vom U2 Konzert erzählt? Nein? Das ist nahezu unverzeihbar. In Berlin war das, irgendwann im Juli. Berlin ist ja so eine Stadt, da weiß man nie. Etwas groß, etwas dreckig. Nein. Ziemlich dreckig. Um ganz genau zu sein: es stinkt, dieses Berlin. Und die Menschen manchmal mit ihm. Aber man kann… Stadt-Blumen: Berlin weiterlesen
So schön kann doch kein Mannsein
Penisneid? Ich? Mitnichten. Ehrlich. Ein Mann zu sein, das käme für mich nicht in Frage. Was ist denn das für ein Leben, in dem man Morgen für Morgen darauf warten muss, dass sich das Blut wieder gleichmäßig im Körper verteilt, damit die Hirnleistung zur Betätigung der Kaffeemaschine ausreicht? Ich will meinen Kaffee, wann ich ihn… So schön kann doch kein Mannsein weiterlesen
No small wander: Einmal Karwendel und zurück
Das Vorspiel: Nachdem der Sonnenschein und ich eines Abends, abgefüllt mit indischen Köstlichkeiten und billigem Fusel auf dem heimischen Sofa lungernd irgendeine der zahlreichen Familienmitgliedaustauschsendungen verköstigten, kam uns halb aus Langeweile halb aus Selbstscham die Idee, zur Abwechslung mal den Naturburschen bzw. das Naturmädchen in uns vor die Tür zu locken. Alpenverein hieß die Devise… No small wander: Einmal Karwendel und zurück weiterlesen
Aufbauarbeiten
Kriiiiiiihhhhhhhheiiiiiiiiiiirrrrrrsch. Es ist sieben Uhr. Mein Freund der Polier hat das Spiel angepfiffen. Die Kreissäge flötet mir ein fröhliches Wecklied. Welch ein bezaubernder Start in den Tag! Ich springe aus dem Bett und unter die Dusche. Der klanglich frisch dazu drapierte Presslufthammer gibt mit den Einseifrhythmus vor. Bububububububbb. Ein wenig schmerzhaft ist es schon. Und… Aufbauarbeiten weiterlesen
Trama
In der Straßenbahn saß die Woche einer von diesen Quasslern – Sie wissen schon, einer von denen die lautstark vor sich hin schimpfen, ohne erkennbaren Grund, ohne Adressat, ohne Unterlass. Die Leute nervt das einen kurzen Moment, sie nehmen es aber bald nur noch als kleines Requisit inmitten der gesamten Geräuschkulisse wahr. In der Stadt… Trama weiterlesen
Wies’nphobie
Als sich eines kälteklirrenden Spätwintertages der mir in die Gene geklöppelte vorauseilende Gehorsam mit einem dahergelaufenen Anflug geistiger Umnachtung hier in München auf eine Tasse Tee traf, wurde heimlich, still und leise Schicksal gespielt. Denn nach diesem heiteren Teekränzchen machte sich in meinem (infinitesimalen!) Kleiderschrank so ein bayerisches Dingsbums breit und trällert mir seither ein… Wies’nphobie weiterlesen
Ohropaxphantasien
Natürlich möchte ich unter normalen Umständen niemandem das Quatschen mit seinen Mitmenschen verbieten (Möchte ich nicht???), aber in Zügen und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln gelten andere Regeln. Nämlich meine. Und die besagen, dass insofern ich allein reise – was meistens der Fall ist – auch die Menschen auf den Plätzen neben mir ein absolutes Redeverbot haben.… Ohropaxphantasien weiterlesen
Aus Mangel an Mängeln
Ich halte aus Prinzip nichts (aber auch gar nichts) von den literarischen Gehversuchen diverser VIVA/MTV-Moderatorinnen. Die sollen brav ihre Sendungen moderieren und ansonsten lieber ganz gepflegt den Mund halten. Wo kämen wir denn hin, wenn jede daher gelaufene V-Jane nun anfinge, ihr spätpubertäres Gesabbel zur Kunstform zu erheben? Und wieso machen die Verlage das mit?… Aus Mangel an Mängeln weiterlesen
Mir scheint die Sonne aus dem Arsch
Es ist faszinierend wie selbstzufrieden man daher kommen kann, wenn man so ein Glückskind ist wie ich. Sogar die scheinbaren Banalitäten des Alltags bringen mich täglich aufs Neue zum Jauchzen. Während sich ein Ottonormalnörgler morgens schlecht gelaunt aus seinem Bette pellt, wache ich lange vor dem Wecker auf, weil ich mich vor Freude auf den… Mir scheint die Sonne aus dem Arsch weiterlesen