Asiawoche, Teil I: Das amuse bouche

amuse-bouche1Anlässlich meines Geburtstages hatte ich Kuchen gebacken. Die eifrig aus ihren Löchern hervorschnellenden Kollegen vermampften diesen mit entrücktem Blick – natürlich nicht ohne ihn vorher aufs Heftigste zu löbeln und zu preiseln. Ein wenig stolz war ich schon: Handelte es sich doch um eine gebäcklerische Meisterleistung im Rahmen meiner Möglichkeiten. Was beim Backen funktionierte könnte ja auch beim Packen von Nutzen sein, mutmaßte ich kleinlaut und mir in den imaginierten Bart. Beim Kuchen kommt es darauf an, dass am Ende kein Teig mehr am Hölzchen klebt. Beim Packen ist es hingegen weitaus bedeutender, dass die erlaubten 20 kg am Ende kein Gramm zu viel auf die Waage bringen. Einen richtigen Profi erkennt man allerdings daran, dass die 20 kg Grenze auch nicht nach unten durchbrochen wird. Beim Packen wie beim Backen sollte man nichts anbrennen lassen. Schon gar nicht, wenn man nach Asien reist.

Auf die Nachkommastelle genau 20 kg eingekofferter Notwendigkeit sollten mich neben allerlei Handgepäck also auf die große Reise begleiten. Um es langsam angehen zu lassen und die spätere drohende Feudalität gemütlich einzuschleichen, entschloss sich unsere muntere Reisegesellschaft, den Weg zum Flughafen auf S-Bahn-Gleisen hinter sich zu bringen. [Ich muss an dieser Stelle nicht erwähnen, dass sich der Aufzug zum Bahnsteig just an diesen Tag ganz weit aus dem Wartungsfenster lehnte, so dass zunächst geschleppt werden musste, was später geflogen werden wollte.] Ein gewisser Murphy hat mir mal erzählt, dass das so g’hört….

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Bild: 427 / Flickr

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