Was sind RAF-Touristen, Herr Bator?

Muss ich mir das wie eine Art archaischen “Abenteuerurlaub” vorstellen? Ist das womöglich der Vorläufer dessen, was heute viele Todeshungrige in die unsichersten Gegenden der Erde zieht, um sich dort nach Herzenslust von Rebellengruppen entführen zu lassen? Hochseilgarten und künstliche Survival-Camps reichen wohl nicht mehr aus. Können sich die RAF-Touristen gegen eine kleine Zuwendung von Herrn Richter malen lassen? Was kostet so eine Woche RAF, all inclusive? Wie lange dauert die Reise. Lebenslänglich? Oder können die Touristen qua Rücktrittsversicherung von etwaigen Schuldhaftigkeiten zurücktreten? Und welche Rolle spielt Sabine Christiansen? Mimt sie die Reiseführerin? Wie dem auch sei, der RAF-Tourismus dürfte auf dem Rückzug sein. Aber wer früh genug bucht, der hat gute Chancen mit Hilfe der Staatsmänner einen der begehrten Plätze in den Lägern des befreundeten Auslandes zu bekommen. :-(

Exkurs in die Sprücheküche

Neben dem Kräuterbonbon und dem Fondue haben wir der kleinen Schweiz noch ein paar weitere gross(artig)e Errungenschaften zu verdanken, wie z.B. die vollmagnetische Küche. Schön ist sie nicht, aber das ist auch gut so, denn so erhält der Hobbydadaist und Verbal(n)e(u)rotiker einen völlig neuen “Spielraum”, in dem er sich nach Herzenslust und ohne schlechtes Gewissen austoben kann. Man nehme also ein bisschen Kühlschrankpoesie (gibt es in GB übrigens auch mit Shakespeare’isch) und bepflastere Schübe und Schränke von oben bis unten damit.

Hier ein paar exemplarische Eindrücke aus meiner Sprücheküche:

Wenn Rosen lachen, wachsen Wurzeln.

Lobe erst den Mond, dann rühre zwei Farben!

Warte zärtlich, liebe prächtig, klage innnig!

Oder auch was Zeitgemässes:

Nehme Regen, pflücke Schnee!

Ich meine: ist das nicht wundervoll? *eg*

Und weil ich in meiner Küche seit der Entdeckung meines neuen Hobbys in der Hauptsache Wortsalate zubereite, wird dieser Eintrag garantiert mit der Kategorie “Neo(mel)logismen” fortgesetzt werden. Dies ist als Drohung zu verstehen!

Von rülpsenden Kühen und pupsenden Hühnern

Wer angesichts des omnipräsenten Klimawandels aus schlechtem Gewissen kein Auge mehr zubekommt, dem sei nun die Bürde der ökologischen Lasterhaftigkeit von den Schultern genommen. Forsche Entdecker haben ermittelt: Statt Benzin- oder FCKW-Schleudern sind Paarhufer, Mischtkratzerli und Wiederkäuer die eigentlichen Umweltschweine. Wer sich die Zeit nimmt, schläft wieder besser: http://www.zeit.de/2007/04/Kuh

National hugging day: noch knapp 3 Stunden.

Mütter werden am Muttertag gepriesen, Eier an Ostern versteckt und der deutschen Einheit wird am 3. Oktober gehuldigt. Wären im Kalender nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen, würden diese wichtigen Termine möglicherweise in Vergessenheit geraten. Und damit es auch mit dem Zwischenmenschlichen dauerhaft klappt, gibt es glücklicherweise seit über 20 Jahren den National Hugging Day am 21. Januar. Wer also heute noch nicht umarmt hat, sollte dies nun möglichst schnell und häufig tun, denn die nächste Gelegenheit hierzu gibt es erst wieder in einem Jahr.

Afterbushlife

George W. Bush ist bereits angezählt und in der Wählergunst der US-Amerikaner stehen die Demokraten derzeit besser da als ihre Kontrahenten. Ambitionen auf die Präsidentschaftskandidatur haben dabei gleich zwei neue demokratische Hoffnungsträger: Barack Obama und Hilary Clinton. Im Vorfeld der Kandidatenkür hat zwar momentan die ehemalige First Lady noch die Nase vorn, doch der smarte Obama entpuppte sich in den letzten Wochen als Senkrechtstarter und kann immer mehr seiner Parteifreunde hinter sich vereinen.

Wer das Rennen innerhalb der demokratischen Partei für sich entscheidet, werden vielleicht schon die ersten primaries im Frühjahr 2008 zeigen. Doch wie auch immer die primaries ausgehen – beide KandidatInnen dürften es schwer haben, auch vor der Gesamtheit des amerikanischen Volkes zu bestehen. Barack wäre der erste Nicht-Weiße* an der Spitze der Weltmacht USA und Hillary Clinton die erste Frau in dieser Position. Es fällt schwer, zu glauben, dass die USA für einen solchen Quantensprung unmittelbar nach dem Hardliner Bush schon bereit sind. Aber vielleicht hilft ja ein bisschen basisdemokratisches Daumendrücken von dieser Seite des grossen Teichs schon.

*Anmerkung der Redaktion: Die Autorin ist frei von Ahnung, welche Bezeichnung momentan “pc” wäre. Man möge ihr das nachsehen und/oder diesbezüglich sachdienliche Hinweise geben. Grazie tanto!

Zu Gast bei Freunden: Integrationskurs für Deutsche

Der Schweizer Radiosender DRS3 bietet in der Schweiz lebenden Deutschen ab Montag, dem 22. Januar, einen fünftägigen Crashkurs in puncto Integration an. Die Themen im Überblick:

- Do’s und Dont’s für Deutsche in der Schweiz
- Direkte Demokratie
- Bankensystem, Fondue, SBB und Vereinswesen
- Schweizer Sehenswürdigkeiten von der Jugfrau bis zur Tell-Kapelle

Das alles zu hören unter: http://www.drs.ch/drs3.html

Und wem das nicht reicht, dem kann ich nur immer wieder eine ausführliche Lektüre der Einträge auf http://www.blogwiese.ch empfehlen.

In dem Kontext fällt mir ein denkwürdiger Satz einer schweizer (Arbeits)Kollegin ein: “Im Charakter eines Menschen spiegelt sich die Topographie seines Heimatlandes wider.”

Weekend in London: Eine Retrospektive

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