Projekt: Wenn Pfeifen pfeifen. Elfter Spieltag.

Es gibt Spiele, in den fallen so viele Tore, dass es am Ende fast ein bisschen lästig wird. Die Partie von Portugal gegen Nordkorea war so ein Spiel. Da hatte uns das Team von Portugal fast eine ganze Halbzeit glauben lassen, dass es mit dem erzielten ersten Tor durchaus zufrieden sei, um dann in der zweiten Hälfte einen Torschuss nach dem nächsten auf den völlig eingeschüchterten nordkoreanischen Torhüter abzufeuern. Das großangelegte mit-Kanonen-auf-Spatzen-Schießen schönte vielleicht die portugiesische Torstatistik, dem Spiel entzog das Geballere leider den ohnehin kaum vorhandenen Charme. Weiterlesen

Projekt: Jedenfalls nicht Italien. Zehnter Spieltag.

Es regnet schon seit Tagen und vom im Kalender großkotzig angekündigten Sommer ist weit und breit nichts zu sehen. Neulich sagte mir ein Taxifahrer, dass morgen, am 21. Juni mit dem längsten Tag des Jahres der Sommer schon zur Hälfte rum sei. Aber wie kann etwas schon fast vorbei sein, das noch gar nicht angefangen hat?

Die WM ist jedenfalls noch nicht rum. Nicht mal zur Hälfte. Und so finden sich jeden Tag neue Paarungen, die sich aneinander messen möchten. Am Ende gibt es Gewinner, Verlierer und Unentschiedene. Weiterlesen

Projekt: Das wäre doch gelacht. Neunter Spieltag.

Es ist schon ein Kreuz dieser Tage mit der WM. Wohnungen verwahrlosen, Menschen entfremden sich und Haustiere stehen kurz vor dem Hungertod – alles wegen König Fußball. Und das Ganze wird noch genau drei Wochen so weitergehen. Für manche jedenfalls…

Im ersten Spiel das Tages trafen unsere holländischen Nachbarn auf Japan. Wieder eins von diesen zum Weglaufen langweiligen Spielen. Jeder junge Goudakäse strahlt mehr Energie aus als Oranje auf dem Platz. Die Japaner machen es etwas besser; zwar überzeugen sie nicht durch Können, aber wenigstens durch Wollen. Womit sie zumindest bei diesem Spiel Sieger der Herzen wurden. Das Spiel gewannen dennoch die Holländer – wenn auch nur mit Glück und der Hilfe des japanischen Torwarts. Wer sich so ins Achtelfinale schleichen will, gehört übers Knie gelegt. Weiterlesen

Projekt: Das war doch alles nur ein Missverständnis. Achter Spieltag.

Es ist unfassbar. Da ist man ein einziges Mal richtig stolz auf seine Jungs, weil die vor nicht mal einer Woche ein wirklich ordentliches Spiel hingelegt haben statt sich, wie in der Vergangenheit so oft, ausschließlich auf den Dusel zu verlassen und dann so was. Ausgezaubert und das schon im zweiten Spiel. Nun gut. Serbien ist nicht Australien  aber Serbien ist auch nicht Argentinien. Und vom Vier zu Eins zum Null zu Eins – das ist schon ein ziemlich weiter Weg.

Der Schiri. Wer in einem einzigen Spiel acht gelbe und eine gelb-rote zieht, ohne dass es Tote oder Schwerverletzte gegeben hätte, was eine solch rege Betriebsamkeit ja durchaus gerechtfertigt hätte, der kann – mit Verlaub – den Schuss nicht gehört haben. Die wilde Pfeiferei hat das ganze Spiel in eher unappetliche Stücke gerissen.

Und dann auch noch Poldi. Gefühlte 1000 Mal hat er aufs Tor geschossen, einmal davon sogar ohne wirkliche Gegenwehr und nicht ein einziges Mal ist der Ball dort gelandet, wo er hätte landen sollen. Weiterlesen

Projekt: Wir kommen aus dem Staunen nicht heraus. Siebter Spieltag.

Immerhin.

Der zweite Spieltag (mit dieser kalenderverachtenden Fußballerterminologie werde ich mich nie anfreunden können) scheint der Weltmeisterschaft gut zu tun. Endlich geht was. Und da jetzt was auf dem Spielfeld geht, muss man sich nicht mehr so sehr damit beschäftigen sich über das Drumherum aufzuregen. Die Vuvuzelas sind leiser geworden oder die Spiele lauter.

Zunächst mal haben die Argentinier den Südkoreanern einen gehörigen Schrecken eingejagt. Denn gegen die spritzigen Südamerikaner hatten die devot defensiven Asiaten nicht den Hauch einer Chance. Es versteht sich von selbst, dass Maradonas Goldjunge („Ich habe Messi“) bei allen vier Toren irgendwo die Zehen im Spiel hatte. Weiterlesen

Projekt: Her mit dem Pott. Dritter Spieltag.

Dritter Spieltag und Regen so weit das Auge reicht. Wo bitte soll bei diesem Wetter ein Sommermärchen herkommen? Ich meine, alleine schon das Public Viewing in übervollen, dunklen Fabrikhallen ist einfach nicht dasselbe…

Nur gut, dass Menschen die Panini-Bilder sammeln so etwas wie eine eingebaute Regentoleranz besitzen. Im Biergarten unseres Vertrauens fanden sich so trotz größerer und kleinerer Schauer neben Algeriern und Slowenen Eltern mit ihren sammelnden Kindern und Kinder mit ihren sammelnden Eltern, sowie allein und gemeinsam sammelnde sonstige Erwachsene ein. Weiterlesen