Projekt: Brasilien sieht Orange. Zwanzigster Spieltag.

Da haben es unsere freundlichen niederländischen Nachbarn doch tatsächlich geschafft, den 117maligen Weltmeister im Viertelfinale aus dem Turnier zu schmeissen. Damit hatte in Brasilien wohl niemand gerechnet und in Holland erst recht nicht. Dass Oranje dabei ein brasilianisches Eigentor durch Felipe Melo ein bisschen half, halte ich für ein kesses Augenzwinkern des Schicksals, zumal das zweite Tor zeigte, dass die Niederländer die brasilianische Schützenhilfe gar nicht brauchten. Genau so wenig wie das Spiel das verzweifelte Getrete von Melo gegenüber Arjen Robben brauchte, das dem Eigentorschützen schließlich noch eine rote Karte einbrachte. Die Brasilianer haben für dieses Mal den Traum vom Titel ausgeträumt und ihr neuer Einpeitscher Dunga kassierte vielleicht die Strafe dafür, dass er das Team vom Zaubern entwöhnte. Hoffentlich wird der „Neue“ sich auf die wichtigste Stärke vergangener brasilianischer Teams zurückbesinnen. Und was die Niederlande betrifft – die wären ohnehin meine favorisierter Finalgegner.

Niederlande gegen Brasilien

Zwei : Eins

Viel versprochen hatte ich mir vom Spiel Uruguay gegen Ghana nicht – in der glanzvollen Riege der Viertelfinalisten schienen mir diese beiden Teams zunächst eher ein wenig fehl am Platze. Von Menschen, die sich auskennen erfuhr ich, dass das Spiel im Grunde sehr gut und auch gar nicht so unspannend sei. Zwar gab es ein 1:0 , später dann ein 1:1 aber im Grunde meines Herzens langweilte ich mich weit über 100 Minuten sehr. Und ich hatte bisweilen den Eindruck, dass es den Spielern ähnlich ging. Als sich schließlich in der für alle Seiten nur noch qualvollen 120. Minute das unvermeidbare Elfmeterschießen ankündigte, kam die Spannung auf einmal mit geballter Kraft. Ein Beinahe-Tor für Ghana, ein Handspiel-Foul durch Uruguay, eine rote Karte, dann der Elfmeter, der alles hätte entscheiden können und Asamoah Gyan, der ihn verschiesst. Was für eine Schmach für den armen Gyan. Im anschließenden Elfmeterschießen trat er zwar gleich als erstes an und setze den Ball gekonnt und zielsicher ins Tor, doch leider lief es nicht bei allen seiner Teamkameraden gleichermaßen gut. Am Ende musste sich Baghana, Baghana als letzte afrikanische Mannschaft nach einer bemerkenswerten Gesamtleistung aus dem Turnier verabschieden.

Uruguay gegen Ghana

Vier : Zwei (in Elfmeterschießen)

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