Projekt: Wir werden Weltmeister. Erster Spieltag.

Von ruckeligen Livestreams und dienstbeflissenen Trambahnfahrern bestens über Verlauf und Ausgang des Eröffnungsspieles (Mexiko vs. Südafrika, 1:1) informiert, kann das Motto für den restlichen lang und heftig herbeigesehnten ersten Spieltag nur „Public Viewing“  lauten. Also schnell in den Biergarten (heute: Augustiner) gehuscht, die zu klein geratene Großleinwand geortet und sich hübsch in Reih und Glied mit den anderen Fans gebastelt. Es wird geschwatzt und geraucht, Flagge gezeigt und auf Fahne hingearbeitet. Denn mit dem ersten Anpfiff hat auch in München ein 30-tägiges Volksfest begonnen, vor dem selbst das Oktoberfest in Ehrfurcht erstarren muss. So ist das eben, wenn wir alle ganz kurz davor stehen, Weltmeister zu werden.

Mexiko gegen Südafrika

Eins : Eins

Es ist 20:15 Uhr. Die Anzeige auf der Leinwand ist von schönstem kobaltblau. Uruguayer sind nicht zu sehen, Franzosen auch nicht. Noch hat die durstige Meute vom sich anbahnenden Unheil nichts bemerkt… Die Stimmung könnte kippen. Ein Raunen geht durch mich. Knister. Knaster. Bild und Ton, Franzosen und Uruguayer haben gerade noch die Kurve gekriegt. Erleichterung macht sich breit….

Frankreich gegen Uruguay

Null : Null

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Beide Spiele laaaaangweilig, Jauch, Klopp, Klinsmann laaaaangweilig. Und morgen spielt Griechenland. Und das soll spannend sein? Ich war mal Fußballfan. Aber wenn Mannschaften auf einer WM maximal drei Stationen beim Abspiel hinkriegen und dann ein Foul oder ein Ausball kommt – da guck ich lieber beim Angeln zu (obwohl ich das eklig finde).

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  2. Da ich ja grade noch in Bayern, ganz am Rande von Bayerisch-Schwaben, lebe, knispel ich mir noch – obwohl ich weder Bayer noch Schwabe bin – einen Leberkäs (mit süßem Senf – aber das sollte ich besser verschweigen – oder?) und geh dann in mein von einem Griechen geführtes Stamm-Café „Da Venezia“ (italienische Eisspzialitäten) und schau mir Südkorea an, die ja gegen die vom deutschen Trainer gecoachten Griechen spielen. Am Rande wunder ich mich, dass die Teams beider Koreas dabei sind, und bin gespannt, wie am Dienstag die 1000 von Nordkorea gekauften Chinesen sich als Claqueure machen.

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