Verdrossenes

Jetzt muss ich wohl langsam zugeben, dass ich in den letzten Wochen einen großen Bogen um mein Blog gemacht habe. Ich hoffte ja, ich könnte mit einem Tweet hier und einem da über meine Nachlässigkeit hinwegtäuschen. Aber da habe ich die Rechnung natürlich ohne Sie gemacht. Natürlich haben Sie gleich gemerkt, dass ich mich aus der Hintertür fortgestohlen habe. Ihnen kann man aber auch wirklich kein X für ein U vormachen.

Und da Sie mich nun entlarvt haben, bleibt mir wohl nichts anderes, als mein Versäumnis kleinlaut einzugestehen. Und ich muss Ihnen sagen, dass es mir fast ein wenig peinlich ist, was ich Ihnen nun mitteilen muss. Das vorne herum süße kleine beschauliche Blöglein ist mir mit seiner aufdringlichen forderndern Haltung ganz gehörig auf den Keks gegangen. Jawohl. Seiner überdrüssig war ich, jedenfalls hin und wieder. Es schien mir wie ein kleiner nimmersatter Vogel, der nach der Fütterung noch viel lauter schrie als vorher. Nach dem Blogpost ist vor dem Blogpost.

Nicht mit mir! Auf gar keinen Fall. Dachte ich mir. Und beschloss, das Blog für eine Weile links liegen zu lassen. Bis es aufhört, mich mit seinen Forderungen zu bombadieren und endlich Ruhe gibt.

Heute morgen dann, bin ich doch mal vorbei gegangen, um nach dem Rechten zu schauen. Und da fand ich es ganz kleinlaut und zurückhaltend und gleichzeitig hocherfreut, mich nach langer Zeit wieder zu sehen. Da musste ich lächeln.