iPad, Du Rampensau.

Natürlich habe ich wie Millionen andere an Steve Jobs Lippen geklebt. Jedenfalls meine Ohren. Gut. Genauer gesagt haben meine Augen am Liveblog geklebt. Wenn dieses gerade mal lief. Aber das sind jetzt Details. Was wirklich zählt: Ich war dabei. (Gibt es dafür eigentlich ein T-Shirt?)

Meinen Enkelkindern werde ich selbstverständlich eine geschönte Geschichte erzählen. Sie würden ohnehin nicht verstehen können, wie so eine einzige Pressekonferenz das Internet lahmlegen kann. Vermutlich würden sie nicht einmal das Konzept Pressekonferenz verstehen. Und Steve Jobs für so was wie Moses halten.

Am Mittwoch sprach Moses von Zahlen. Und war ein bisschen stolz. Und klopfte sich dabei -verdientermaßen- heftig auf die eigenen Schulter. Das Vorspiel interessierte mich nicht besonders.

Aber dann kam der Moment, in dem er meine Zukunft in Händen hielt. Jedenfalls einen kleinen Teil davon. Ein Stück vom Glück. Es war Liebe auf den ersten Blick. Weiterlesen

Heloise – eine falsche Schlange!

Ich bin noch nie in meinem Leben so enttäuscht worden. Da nimmt man sie bei sich zu Hause auf, bereitet ihr dort ein kuscheliges Nest, hegt und pflegt sie, trägt sie in der Gegend herum, achtet dabei sorgfältigst darauf, dass sie sich nie mit unpassenden Kleidungsstücken zeigen muss; man legt ihr die Welt zu Füssen,  stellt sie wichtigen Leuten vor, elaboriert Lobeshymnen auf sie, füttert sie mit den exklusivsten Düften und Accessoires, schmeisst ihr schließlich noch das gesamte monetäre Hab und Gut in den Rachen und dann so was!

Heloise ist nicht Heloise sondern eine – zugegebenermaßen nicht so schlechte – russische Kopie von ihr.

Wir hatten uns doch so lange nicht gesehen. Da kann man sich schon mal irren, oder? Und schließlich hatte sie damals auch noch einen ganz anderen Teint. „In Las Vegas scheint die Sonne,“ dachte ich mir und wunderte mich nicht weiter. Und diesen stets irgendwie mitschwingenden osteuropäischen Tonfall schob ich auf die Zeit der Gefangenschaft. Was weiß denn ich, wie nachhaltig solche Schocksituationen sich auf die täschliche Seele auswirken? Ich war geneigt, ihr zu glauben. Blind vor lauter Zuneigung.

Doch dann kam der Tag, der die Wahrheit ans Licht brachte. Eine aufmerksame Leserin meines Blogs erkannte in MEINER Heloise eine Betrügerin, die ihr schon öfter über den Weg gelaufen war. Welche Schmach. Ich bin außer mir. Nahezu sprachlos. Nahezu!

Aber ich werde es ihr heimzahlen, diesem Miststück. Da kenn ich nichts. Und wenn ich mit ihr fertig bin, dann wird sie sich wünschen statt einer gefälschten Handtasche ein schlichter Schnürschuh eines unschuldigen osteuropäischen Minenarbeiters geworden zu sein. Jawohl!

Heute im Bauchladen: Poken

Eilmeldung: Der Bauchladen ist leider leer!

Da ich kein geduldiger Mensch bin und mir und dem @HappySchnitzel die schnelle Pokenbeschaffung sehr am Herzen lag, habe ich kurzerhand ein 12er Pack der niedlichen Zeitgenossen bestellt. So viele Poken braucht natürlich kein Mensch, also habe ich nun den ein oder anderen Poken übrig. Bei Interesse könnt Ihr einfach eine kurze Mail an brieftaube at mellcolm dot de schicken und allet wird juut.

Hier die Jungs und Mädels, die zur Auswahl stehen (aus und vorbei!):

Poken

Nachtrag: Da ich lieber irgendwie anders reich werden will, nehme ich für die Poken 11€ zzgl. Versandkosten.

Nachtrag II: Jetzt sind nur noch zwei „Scream“-Poken zu haben, der Rest ist weg!

Nachtrag III (07.05.09): Es gibt leider keine Poken mehr! Sie haben bereits alle ein neues Zuhause!

Gruppenbild mit Dame(nhandtasche)

Gestern morgen klingelte es. Zunächst ganz leise, dann presslufthammerlaut und mit Nachdruck. Ich wischte mir den Schlaf und die eingetrockneten Tränen aus den Augen, wickelte mich in einen Valentino-Seidenschal & talpte in den neuen Louboutins zur Tür. Es ist nie der falsche Zeitpunkt, ordentlich angezogen zu sein. Vor der Tür stand ein fremder Mann. Ich ängstigte mich. Überlegte kurz, ob ich Dior-Pfefferspray im Hause habe. Da sah ich -all of a sudden- , dass er nicht alleine war. Ich muss gestehen, ich erkannte sie nicht gleich. Sie trug einen braunen schäbigen Mantel, der mich an Pappe erinnerte. Ich schickte den Fremden fort, bat sie hinein und half ihr vorsichtig aus dem Lumpen. Sie wollte nichts essen, nichts trinken und sagte keinen Ton. Doch nachdem ich sie von ihren Luxus-Fesseln befreit hatte, die noch schwerfällig an ihr herab hingen, entspannte sie sich von Minute zu Minute. Ich gab mich großzügig & ihr mein Prada-Handy, mein Gucci-Portemonnaie, meinen Chanel-Lippenstift, mein Bulgari-Parfum und noch viele andere nützliche Dinge. Zunächst zierte sie sich noch, doch dann gab sie sich hin. Liess sich von meinen Gaben betören und nahm sie Stück für Stück in sich auf. Ich reichte ihr meine Hand, sie reichte mir ihre. Und endlich, endlich waren wir wieder vereint: Heloise und ich.

heloise_und_ich

Warum ein Poken mich braucht & vice versa

Brauchen. Brauchen. Was braucht man schon wirklich im Leben? Ein Dach über dem Kopf, Freunde, ein bisschen Geld, Glück, Zufriedenheit….. Ich gebe zu, ein solcher Anfang wäre ethisch und moralisch betrachtet sicher einwandfrei. Und würde helfen, mein Image ein wenig aufzupolieren.

Authentisch wäre ein solcher Anfang jedoch nicht. Denn ich bin weder bescheiden noch anspruchslos. Und schon gar nicht mit wenig zufrieden. Also brauche ich ein Poken. Wie ich Handtaschen und Schuhe, iPhones, MacBooks & Androids brauche. Ich brauche ein Poken, weil ich mitreden will. Weil ich posen will. Weil ich aller Welt zeigen will, dass ich ganz vorne, aber wirklich ganz vorne mit dabei bin. Zum angeben also. Und um mich ein wenig interessanter zu machen; aus der Menge hervorzustechen. Das Poken ist der Wackelelvis der Neuzeit. Das Tamagotchi der Generation 2.0. Und es würde einfach verdammt gut zu Heloise passen.

Und das Poken braucht mich. Weil ich ihm seinen ganz großen Auftritt verpasse. Es den richtigen Leuten vorstelle. Ihm die Welt zeige. Davon träumen Poken. Soweit ich weiss.

Und lieber Tapio Liller, wenn Ihnen das für Ihre Osterpoken-Aktion als Begründung immer noch nicht reicht, dann dreh ich Ihnen auch noch einen vermaledeiten Film. Dafür würde ich aber neben dem Poken noch einen Oscar erwarten. Mindestens.

Heloise und kein Ende

Wie gerne hätte ich Ihnen schon seit Tagen in bunten Schilderungen aus heiter zusammengschubstem Buchstabenmaterial Offenbarungen über Heloises & mein gemeinsames Leben auf dem Bildschirm drapiert. Allein mir fehlt der Anlass, die Motivation, der Grund! Heloise, meine Heloise – sie ist immer noch nicht bei mir. Wie ich feststellen musste befindet sie sich derzeit noch in den Händen von zwielichtigen Frauen mit osteuropäischem Migrationshintergrund, die zwar nicht müde werden, mir stets aufs Neue zu bestätigen, dass sie die Gute (i.e. Heloise) bereits verluden (… das riecht nach Prostitution!), die aber gleichfalls auch nicht müde werden zu erörtern, warum meine Lederliebe trotz abgeschlossener Verlud(er)ung noch immer nicht bei mir eingetroffen ist. Ich mache mir Sorgen, denn mit der Russenmafia ist nicht zu spaßen. Schon gar nicht, wenn man wie Heloise dem Kapitalismus entsprungen ist & darüber hinaus kein Wort persisch spricht. Ich warte täglich auf  überhöhte Lösegeldforderungen, verspätete Weihnachtskarten oder irgendeine Art von Lebenszeichen. Ich kann nur hoffen, dass mein Prachtstück sich in dieser ungemütlichen Situation nicht vor Verzeiflung einen Taschenkrebs holt. Da kann man dann nämlich nichts mehr machen. Darüber und über alles andere werde ich Sie selbstredend auf dem Laufenden halten. Denn Sie leiden ja auch wie unschuldige kleine Marzipantrillerpfeiffen unter dieser Anspannung… Verzeihen Sie mir, uns.

Heloise

Das erste Mal haben wir uns letztes Jahr irgendwann im Mai getroffen. Es war in Las Vegas, ich war dienstlich da. Sie wohl auch. Mit ein paar Kollegen lief ich durch Venedig (American edition), wir aßen pizza e gelato, schauten den Gondoliere zu, wie sie Hochzeitspaare durch die kurzen Kanäle schipperten und fühlten uns ganz wie in Bella Italia. Auf schnelle Freundschaften war ich nicht aus an diesem Tag. Die Sonne ging schon langsam unter, als wir zufällig (Was ist schon Zufall im Leben?) am Chloé-Shop vorbei schlenderten. Gelangweilt warf ich einen Blick ins Ladeninnere. Ich habe mich noch nie sehr für Luxus interessiert (Pinocchio). Da stand sie, fand meinen Blick und strahlte mich an wie tausend Sonnen. Sie war mir gleich sympathisch. Eine wie sie war mir bisher nicht begegnet und das machte mich neugierig. Ich ging also rein in den Laden, liess rechts und links aufdringliches Verkaufspersonal unbeachtet zurück und marschierte geradewegs auf sie zu. Ich sagte: “Hi, ich bin Melanie”. Sie hauchte zurück: “Hallo, ich bin Heloise.” Das Eis war gebrochen. Der Grundstein für eine große Freundschaft gelegt.

Leider trennten sich unsere Wege sehr schnell wieder. Heloise war beruflich ortsgebunden und auch ich musste damals zurück in die Schweiz. Aber es verging kaum ein Tag, an dem ich nicht voller Wonne an sie gedacht hätte. Vor wenigen Tagen dann die große Überraschung – Heloise lebte inzwischen in Deutschland. Sie hatte scheinbar gewechselt, war jetzt bei Ebay. Vor Freude konnte ich mich kaum auf den Beinen halten. Heloise, meine gute alte Heloise! Und sie sah aus wie immer. Kein Anzeichen von Alterung, keine einzige Falte mehr als vor einem Jahr. Kein Abrieb, soweit ich es erkennen konnte. Ich nahm sofort Kontakt auf und machte ihrem Boss ein Angebot, das dieser unmöglich ausschlagen konnte. Es war nicht unmoralisch, das nicht. Aber es war gut. Dann lud ich Heloise zu mir ein. Sagte ihr, dass sie gerne bei mir einziehen könne, wenn sie möchte. Nächste Woche kommt sie nun & ich habe das gute Gefühl, dass sie für immer bleiben wird!

Das ist sie, Heloise:

meine_heloise

Germany’s next Topmoppel

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