Mugs & Moritz: Teil XXX (<– Geschafft!)

TassenlosDa ich mich seit einiger Zeit mit der Psyche von Tassen auseinandersetze, erreichte mich vor ein paar Tagen ein Hilferuf aus einem Neu-Ulmer Haushalt. Auch dort waren alle Tassen spurlos verschwunden und die Polizei zeigte sich wie immer in diesen Fällen völlig ratlos. Die Hilferufenden schickten mir ein Foto, das ich einer sehr genauen Analyse unterzog.

Ich stellte zunächst fest, dass neben den Tassen auch nur verhältnismäßig wenige Teller im Schrank verblieben waren. Zudem schienen auch die Sektgläser ausgeflogen zu sein. Eine Nachricht hatte keiner der Abwesenden hinterlassen – die Rückkehr war demnach geplant.

Das nächste, was mir auffiel, waren eine Menge hübsch in bunte Tüten verpackte Dinge – Geschenke, wie ich annehme. Und dann entdeckte ich etwas, das wie Reis aussah. Darüber zwei randvoll gefüllte Salatschüsseln, irgendwie erinnerte mich das an Catering. Dann im oberen Regal feinstes Tuch und auf dem Schrank drei bereits wartende Topfkutschen. Und waren das in der Tür links nicht zwei winzigkleine Ringe? Plötzlich erschauderte ich, denn ich begann zu begreifen. Im Geschirrschrank stand eine Hochzeit bevor.

Schockiert griff ich zum Telefonhörer und wählte eine Neu-Ulmer Nummer. Als sich am anderen Ende der Leitung eine Stimme meldete, schluckte ich kurz und sagte dann traurig: „Ich weiss jetzt, wo Ihre Tassen sind. Sie sind zusammen mit ein paar Tellern und den Sektgläsern zum Polterabend gegangen.“

Bei diesem wundervollen Foto handelt es sich um eine Leihgabe der allerbesten Luise Häberle.

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Kommentare (4) Schreibe einen Kommentar

  1. Von Twitter zu Tassen, von Tassen zu Farben gestolpert und dann hier zumindest einen Dank für den netten Netzrundgang hinterlassend, der mit Zwitschern am Rande von #pc09 begann und hier offensichtlich in himbeerfarbene Weiten führte.

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  2. Ah, kann ich mir die aufgeräumte Küche auch mal ausleihen? Morgen kommt nämlich Besuch …

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  3. Mellcolm

    Bedaure, dieser Küchenschrank gehorcht mir nicht. Er hört auf Luise Häberle. Sie lieh ihn mir nur.

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