Von jungen Hunden und anderen Viechern

Ich sitze hier belanglos vor mich hin und starre durch den schmalen Schlitz zwischen den Vorhängen auf ein Stück Himmel und auf vorbeiziehende Zugbruchteile.  Die Urbanität räkelt sich genüsslich vor meinem Vorhangschlitz und schämt sich nicht einmal für ihre aufreizende Art. Ich kann nicht behaupten, dass mir die Stadt in warmen Wogen entgegenschlägt, das nicht. Aber dennoch fühle ich mich in der Umarmung der Bahngleise heimischer als sonst irgendwo in den letzten Jahren. Und größer und stärker. Bis am Montagmorgen der Wecker schellt und meine schöne neue Welt mit einer harmlos daher kommenden Tonfolge wieder für 5 Tage in Schutt und Asche legt. Wenn ich könnte, ich würde junge Hunde kriegen.

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.


5 × = 35