Unter Zugzwang

Zwar war das Wellness-Wochenende nicht unbedingt erholsam für die Nerven, aber der geschundene Körper ist doch einigermaßen zu seinem Recht gekommen. Und stundenlange Schwätzchen mit lieben Menschen, die man leider viel zu selten sieht, sind im Grunde ja auch eine Form von Wellness. Umso toller, dass wir Beide unsere Rückfahrten in verschiedene Himmelsrichtungen so gelegt hatten, dass wir zumindest einen Teil der Strecke noch gemeinsam hinter uns bringen konnten.

Verglichen mit seinem Kollegen auf der Hinfahrt, den wir mit unserem Transferwunsch offensichtlich beim Telefonieren gestört hatten, war der Taxifahrer auf der Rückfahrt wirklich zahm – vielleicht auch, weil ich ihm überdeutlich sagte, dass es schwangeren Frauen bei kurvenreichen Strecken im Fond gelegentlich sehr plötzlich sehr übel wird. Und dass das in so einem Taxi natürlich verheerende Folgen haben könne.

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Abenteuer Deutsche Bahn. Heute: Leben ohne Kinderstube

Für  übermäßige Freundlichkeit ist die Bahn schon von jeher nicht bekannt, aber die meisten Mitarbeiter haben aber doch so viel Anstand, dem Fahrgast gegenüber höflich und respektvoll zu bleiben. Und wenn sie ihren Job nicht so sehr lieben, dass sie jeden Tag fröhlich pfeifend durch die Abteile hüpfen, dann ist das meines Erachtens in Ordnung und ihre Sache. Schließlich pfeife ich auch nicht, wenn mir nicht danach ist. Und wenn das Prinzip mit dem Wald gilt – und davon bin ich felsenfest überzeugt – dann bekommen Miesepeter von den wenigstens Fahrgästen spontan Blumen geschenkt. Und in sofern gleicht sich alles wieder aus. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Und diejenigen, die doch fröhlich pfeifen und andere an ihrer Freude teilhaben lassen, die ernten ganz sicher Ähnliches. Weiterlesen