Luis.

Luis ist ziemlich genau einen Monat alt. Er wiegt jetzt proppere 4420 Gramm und hat schon seit seiner Geburt eine Frisur. Darum beneiden uns viele.

Doch Luis schreit. Öfter als üblich, lauter als erträglich. Und immer so, dass es einem beinahe das Herz bricht. Weil man so hilflos ist.

Luis ist ein Schreibaby. Und der großartigste kleine Junge, den ich kenne.

Ich bin sehr stolz, seine Mama sein zu dürfen.

Zirkumzygotische Wortverknappungs- erscheinungen

Neulich bei Fertilipedia*:
„Irgendwann macht sich im Leben einer Frau möglicherweise ein hartnäckiger KiWu breit. Wenn sich die SS (sic!) trotz vermehrtem GV aber partout nicht einstellen will, hilft die ein oder andere mit Möpf oder anderen Zaubermitteln nach. Auch der Ovu wird zum unentbehrlichen Helfer. Nach einigen ÜZs klappt es dann meistens doch noch mit der NFP – der SST ist positiv und alle Beteiligten sind aus dem Häuschen. Jetzt muss der FA das Testergebnis nur noch bestätigen und den ET errechnen. Wenn man Glück hat, ist sogar beim US schon etwas zu erkennen. Zwischen der 11. und 13. SSW steht meistens die NFM an. In den folgenden SSW hat man dann ausreichend Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, ob man lieber eine NG oder einen WKS möchte. Und sich für einen GVK anzumelden. Mit der 35. SSW beginnt dann der MuSchu und somit auch der Endspurt. Nach rund 40 SSW hat man (sofern man kein Elefant ist und der Mumu mitspielt) die SS hinter sich. Höchste Zeit, sich um RBG und PEKiP zu kümmern…“

(Bild: Flickr / Furryscaly)

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Kollektives Sitzenbleiben

Um zur Arbeit und von dort wieder nach Hause zu gelangen, bin ich täglich bis zu einer Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Das ist bisweilen wegen der Geräusch- und Geruchskulisse nicht unbedingt angenehm, aber für mich gegenüber dem Autofahren immer noch die bessere, kosten-, CO2- und zeitsparendere Alternative. Jedenfalls war das so, bis ich schwanger wurde. Weiterlesen

Elefantenmamas haben’s auch nicht leicht

So eine Schwangerschaft stellt die Nerven vor eine harte Zerreißprobe, jedenfalls meine. Denn ich bin zum einen furchtbar neugierig, zum anderen furchtbar ungeduldig. Und das ist unter diesen Umständen eine wirklich brisante Mischung. 40 (!) Wochen! Das ist gefühlt ein halbes Leben! Tröstlich allein der Gedanke, dass es Elefantenmamas noch viel härter trifft. Aber immerhin ist bei denen von Anfang an klar, dass der Nachwuchs ein Rüsselchen haben wird, während Menscheneltern auch auf diese Einsicht unter Umständen mehr als 20 Wochen warten müssen.

Das „Rüsselchen“ unserer Nachwuchses habe ich nun, in Woche 28, bereits aus allen erdenklichen Perspektiven gesehen. Ich habe inzwischen eine stattliche Sammlung von Gemächtfotos in meinem Ultraschallbilderbuch, deutlich mehr als Kopf- oder Beinbilder. Nein, genant ist unser Nachwuchs ganz und gar nicht. Noch nicht. Aber ich freue mich schon jetzt diebisch darauf, ihm die ganze Sammlung im Teenageralter unter die Nase zu reiben. Wäre doch gelacht, wenn ich dann nicht ein bisschen Schamesröte hervor kitzeln könnte.

Also wieder warten.

Bild: Flickr / MiskiSanko

Ein kleiner Schmutzfleck, da, wo der Bauch am dicksten ist

Ich bin also schwanger. Und das schon im siebten Monat. Was sich dadurch alles so verändert, hätte ich nicht gedacht. Und so schaue ich es mir an und staune jeden Tag, während der Bauch sich keck nach vorne ausbreitet. Dass ich schon jetzt wie kurz vor der Entbindung aussehen muss, merke ich an den teils fürsorglichen, teils beängstigten Blicken in meinem Umfeld. Und an den Fragen, ob es nicht vielleicht doch Zwillinge seien. Sind es nicht – bitte weitersagen! Es ist ein einziger kleiner Kerl, der eben lieber nach vorne raus als ums Eck wohnt. Vielleicht auch, weil er weiß, welch großes Glück es seiner zukünftigen Mama bereitet, irgendwo ganz vorne, an der Stelle wo der Bauch am allerdicksten ist, einen unschuldigen kleinen Schmutzfleck auf ihre Kleidung zu finden.