Vorsicht, Wellness!

Zwar harmonieren Schwangerschaften und Jahrhundertsommeranwärter schon per se nicht besonders miteinander, aber es muss erst ein Wellnesswochenende des Weges kommen, um der pränatalen Erschöpfung noch die Prinzessinnenkrone aufzusetzen. Von der schier uferlosen Erholung, die solche, gerne mit Freundinnen verbrachten Kurzeisen ins benachbarte Ausland in Hochglanzprospekten oder auf Parallax geschwängerten Webseiten versprechen, fehlt indes jede Spur.

Es ist halt so: Als biologisch nicht mehr so ganz taufrische, angehende Zweifachmama (von Jungs, wohlgemerkt!) wacht man vielleicht eines nachts schweißgebadet mit der Erkenntnis auf, dass der Traum vom Durchschlafen schon in kurzer Zeit endgültig ausgeträumt sein wird. Hungrige Säuglinge werden zu schubsenden und tretenden Kleinkindern und wenn die dann endlich aus dem Gröbsten heraus sind, wartet die senile Bettflucht bereits auf ihren unermüdlichen Einsatz. Schnell bäumen sich Körper und Geist der Betroffenen ein letztes Mal auf und treffen eine folgenschwere Entscheidung: Ein Wellness-Urlaub muss her, bevor es zu spät ist.

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