Kinderliedgut

FlöreWeil man während der Schwangerschaft eine Menge Zeit hat, sich Gedanken über Dinge zu machen, kommt man – unter Umständen – irgendwann an den Punkt, sich zu fragen, was man dem Kind so alles mit auf dem Weg geben möchte. Jedenfalls war das bei uns so. Erstaunlich schnell waren wir uns einig, dass das Kind Musik großartig finden muss darf. Also musste eine ordentliche musikalische Früherziehung her. Um diesem Beschluss Nachdruck zu verleihen, mussten zunächst Instrumente her. Denn das Kind soll natürlich Instrumente als einen natürlichen Bestandteil seines Umfeldes kennenlernen. Da wir für ein Klavier keinen Platz und keine Ahnung haben, kauften wir das, was wir bedienen konnten: der Mann eine Gitarre (gut), ich eine Blockflöte (mäßig gut, aber hingebungsvoll).

Kaum war das Neugeborene zuhause, wurde die Klampfe gezückt. Die Flöte haben wir ihm freundlicherweise erst einmal erspart. Wir waren motiviert bis in die Haarspitzen. Das Baby war unbeeindruckt bis genervt. Wir sahen also ein, dass das Baby in die Rockmusik erst noch hinein wachsen muss.

Also kaufte ich Kinderliederbücher. Und stellte fest, dass ich die Lyrics noch verdammt gut drauf hatte, aber mit den Melodien zu kämpfen hatte. Zwar kann ich Noten lesen. Aber ich kann sie nicht ohne Hilfe singen. Das war also fürs Erste auch keine Lösung.

Die Mission aber blieb. Und da wir aus Gründen für jedes legale Beruhigungsmittel dankbar waren, stöberte ich bei iTunes nach fertigen Kinderliedern und stieß auf viel Spreu und ein klitzekleines bisschen Weizen. Ich kann von Kindern gesungene Kinderlieder nicht ausstehen und wollte mein Schicksal auch nicht allein in die Hände von Rolf Zuckowski legen. Glücklicherweise musste ich das auch nicht, denn ich fand eine Platte (nennt man das noch so?) mit Kinderliedern von einer gewissen Jonina. Und auch wenn ich keine Ahnung habe, wer die Dame ist, überzeugten mich sowohl die Liedauswahl als auch der Gesang.

Jonina

Seit ziemlich genau sechs Monaten geht „Jonina“ bei uns täglich ein und aus. Ich bin immer noch nicht genervt, der Knirps lächelt (Lieblingslied: Ging ein Weiblein Nüsse schütteln) und sogar der Mann summt und wippt mit.

Wenn Ihr Eurer Kind also auch musikalisch früherziehen wollt. Oder aber auch nur einfach so nach schöner Musik für Kinder sucht: Jonina geht wirklich sehr gut!