Ohrenbetäubendes kleines Leben

IMG_0045Um herauszufinden, dass das eigene Baby häufiger und exzessiver schreit als das unter Babys gemeinhin so üblich ist, muss man nicht vom Fach sein. Die Erkenntnis kommt wie von selbst, nur anzufangen weiß man damit leider nur wenig. Und erstaunlicherweise steht man zunächst mit dem Problem ziemlich alleine da. Dabei sind – je nach Studie – statistisch 16 bis 29% der Säuglinge in den ersten drei Monaten, 8% darüber hinaus von exzessivem Schreien betroffen, sind also so genannte „Schreibabys“. (Der Volksmund spricht wegen der Häufung in den ersten drei Monaten auch gerne von Dreimonatskoliken, was aber gleich in mehrerlei Hinsicht irreführend ist, denn Bauchweh ist nur ganz selten der Grund für das Schreien.)

Der kleine Herr war von Anfang an kein besonders ruhiger Vertreter. Bereits im Krankenhaus machte er lautstark auf seine Bedürfnisse aufmerksam. Wenn man gerade erst in die feindselige Welt geschleudert wurde und noch dazu recht unsanft, ist es ja nur recht und billig, seinem Unmut Luft zu machen und Forderungen zu stellen. Schließlich geht es für so einen kleinen Wurm ums nackte Überleben! In den ersten Wochen ließ sich sein Schreien jedoch klar mit Bedürfnissen in Verbindung bringen. Er hatte Hunger, war müde, schwitzte, fror oder hatte eine volle Windel. Alle diese Probleme ließen sich beseitigen, so dass die häusliche Ruhe meist schnell wiederhergestellt war und der kleine Herr zufrieden schlummerte.

Etwa ab der  vierten Woche änderte sich das: die Schreiphasen kamen häufiger, waren länger und all zu oft unstillbar. Natürlich spielten wir das Hunger-Bauchweh-Müdigkeit-volle-Windel-Spiel jeweils durch, aber selbst nachdem wir sichergestellt hatten, dass alle denkbaren Bedürfnisse gestillt waren, hörte das Weinen nicht auf.

Da der kleine Herr sich von Geburt überstreckte und sich dies in den Schreiphasen besonders bemerkbar machte, begaben wir uns – auf Anraten unserer Hebamme – in osteopathische Behandlung. Er war damals etwa sechs Wochen alt. Die Osteopathin diagnostizierte schnell verschiedenste Blockaden in Hals- und Brustwirbelsäule, aber auch in der Hüfte und den Füßen, die sehr wahrscheinlich von der Geburt herrührten und die ebenso wahrscheinlich die Ursache für sein Schreien waren. Die Osteopathiesitzungen sollten jeweils 60 Minuten dauern. Spätestens nach der Hälfte mussten wir jedoch zumeist abbrechen, weil der kleine Herr weinte und weinte und sich durch nichts und niemanden beruhigen ließ. Die kleineren Blockaden konnte die Osteopathin schnell lösen, aber vor allem die Blockade in der Halswirbelsäule erwies sich als hartnäckig und die Schreiattacken gingen weiter.

Und so hatten wir auf der einen Seite die Blockaden, die den kleinen Herrn vermutlich zu Schreien veranlassten und auf der anderen Seite eine so genannte frühkindliche Regulationsstörung, die dazu führt, dass er sich nicht selbst beruhigen kann, was  die meisten Babys instinktiv schon ganz gut hinbekommen.

Je mehr der kleine Herr schrie, desto weniger schlief er. Vielleicht war es auch umgekehrt. Interessanterweise setzte das exzessive Schreien in den Nächten aus. Zwar meldete er sich lautstark zu Wort, wenn er Hunger hatte, aber nach vollzogener Fütterung schlief er auch gleich wieder seelenruhig weiter. Ein bisschen Zeit zum Durchatmen, denn die Zeiträume von Flasche zu Flasche wurden schon bald länger.

Ganz anders verhielt es sich tagsüber. Um ihn zum Schlafen zu bringen, halfen nur ausgedehnte Spaziergänge. Der Kinderwagen beruhigte ihn offensichtlich. Doch die Angst davor, dass er unterwegs aufwachen und losschreien könnte, wurde mein ständiger Begleiter. Da ich nicht stillte, verließ ich das Haus niemals auch nur fünf Minuten, ohne mehrere Milchflaschen, Pulver und abgekochtes heißes und kaltes Wasser. Denn auch wenn das keine sichere Bank war, gab es Grund zur Hoffnung, dass ein leckeres Fläschchen im Notfall Schlimmeres verhindern konnte.

Da außerhalb des Kinderwagens tagsüber nicht ans Schlafen zu denken war und Nichtschlafen gleichbedeutend mit Schreien war, besorgten wir für den kleinen Herrn eine Federwiege von NONOMO und schaukelten ihn was das Zeug hielt, wenn wir merkten, dass er müde war und die Stimmung zu kippen drohte. Mithilfe der Federwiege konnten wir ihm wenigstens hin und wieder zu ein wenig Tagschlaf in unseren eigenen vier Wänden verhelfen. Das war für alle Beteiligten ein echter Segen und ich würde Eltern von exzessiv schreienden Babys die Anschaffung einer solchen Federwiege unbedingt empfehlen. (Man kann die NONOMO zunächst auch gegen Gebühr ausleihen, um zu sehen, ob sie hilft. Und es gibt auch Federwiegen anderer Hersteller, die ganz sicher genau so gut sind.)

Dass die Federwiege uns oft half, den kleinen Herrn zum Schlafen zu bringen, bedeutete leider nicht, dass nun großflächig Ruhe einkehrte. Dennoch war sie für uns ein bisschen mehr als nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Sehr oft dauerten die Schlafphasen in der Federwiege zwar nur etwa 30 Minuten, aber da unsere Tage in der Regel gegen 7 Uhr begannen und nicht vor 22 Uhr aufhörten, war jede einzelne „ruhige“ Minute mir mehr als willkommen. Hinzu kam, dass die Stimmung nach den Schläfchen meist für eine kleine Weile verhältnismäßig gut war.

In den ersten Wochen und Monaten schickte ich meinen alten Freund Google wohl unzählige Male mit dem Wort „Schreibaby“ auf die Suche. Je länger das Schreien andauerte, desto schwieriger war die Situation für mich zu ertragen und desto verzweifelter suchte ich nach der ultimativen Lösung für unser Problem. Unweigerlich stolperte ich so auch über das Buch „Das glücklichste Baby der Welt: So beruhigt sich Ihr schreiendes Kind – so schläft es besser“ von Dr. Harvey Karp.  Zwar sträubten sich mir allein schon beim Titel alle Nackenhaare, aber ich war verzweifelt und das Buch bekam so viele gute Kritiken, dass ich es am Ende doch kaufte.

Harvey Karp ist der Überzeugung, dass sich mit fünf einfachen Maßnahmen („die fünf S„), die jeweils in einer festgelegten Reihenfolge durchgeführt werden, jedes noch so exzessiv schreiende Kind beruhigen lässt. Dem Ganzen liegt übrigens die nicht ganz unspannende Theorie zu Grunde, dass jedes Baby im Grunde ein Trimester zu früh geboren wurde (darauf führt man auch die Regulationsstörung zurück) und dass man es deshalb zur Beruhigung „künstlich“ in die Situation im Mutterleib zurückführen sollte. Um dies zu erreichen, soll das Baby 1. stramm eingewickelt (gepuckt) werden, dann 2. in die Seitenlage versetzt werden, anschließend 3. mit Sch-Lauten beruhigt, 4. rhythmisch geschaukelt und schließlich 5. zum Saugen animiert werden.

Um es vorweg zu nehmen: Wir sind bei den fünf „S“ gleich an mehreren Stellen gescheitert. Der kleine Herr mochte nicht gepuckt werden (und ich mochte ihn nicht zu seinem „Glück“ zwingen). Auf die Seitenlage habe ich aus meiner Furcht vor SIDS lieber verzichtet und mit meinen Sch-Lauten bin ich während einer Schreiattacke nicht mal annähernd zum kleinen Herrn durchgedrungen. (Später entdeckte ich dann eine White-Noise-App für’s iPhone, die im Zusammenarbeit mit der Federwiege doch zumindest kurzfristig Wirkung zeigte.) Rhythmisches Schaukeln und Saugen funktionierten ja bereits vorher – manchmal! Karps Tipps haben uns also nicht maßgeblich weitergebracht.

Wenn ein Baby über einen längeren Zeitraum exzessiv schreit, liegen selbst bei gut geerdeten Eltern irgendwann die Nerven blank. Die Belastung ist groß und für Außenstehende, die das Ganze nur punktuell oder vom Hörensagen mitbekommen kaum nachvollziehbar. Die oft gehörte und sicher gut gemeinte Aussage, dass schließlich jedes Baby schreie, hilft dann tatsächlich genau so wenig weiter wie der Hinweis, dass vielleicht die eigene Unsicherheit in der Situation schuld an der Situation sein könnte (Henne-Ei-Henne – Ihr kennt das) Ich geriet an meine Grenzen – in vielerlei Hinsicht. Und wusste dabei oft nicht so recht, wie ich mich sich selbst wieder in geordnete Bahnen bringen soll.

In den meisten Partnerschaften ist es in den ersten Monaten vor allem die Mutter, die sich intensiv Tag und Nacht mit dem Baby auseinandersetzt. Wenn der Vater nicht gerade mit den Vätermonaten in die Elternzeit einsteigt, wird er in der Regel wenige Wochen nach der Geburt wieder arbeiten gehen, um den Unterhalt für seine kleine Familie zu sichern. So war es auch bei uns, was bedeutete, dass ich den größten Teil der Zeit mit dem kleinen Herren und seinem großen Kummer alleine war. Jeden Tag habe ich herbeigesehnt, dass der Papa von der Arbeit nach Hause kommt und mir hilft, mich rettet. Viele Stunden saß ich in einen abgedunkelten Raum ohne Hintergrundgeräusche („bloß keine Reizüberflutung!“), hielt ein schreiendes Baby im Arm und wartete darauf, dass es vor Erschöpfung in meinen Armen einschlief. Tage zäh wie Kaugummi!  Abends riss sich des kleinen Herren Papa ein Bein aus, um mich zu entlasten und meinen Tag zumindest schön ausklingen zu lassen. Aber gegen das weiterhin andauernde Geschrei des Zwergs kannte auch er kein Patentrezept – denn in Wirklichkeit gab es dieses nicht. Man stellt sich in den zehn Monaten, die man auf die Ankunft des neuen Mitbewohners wartet, vieles vor, das meiste hat mit übermenschlich großem Glück zu tun. Aber auf eine solche Situation hatten wir Beide uns nicht gefasst gemacht.

Ursprünglich hatte ich geplant, mit dem kleinen Herrn verschiedene Kurse zu besuchen (Babymassage, PEKiP, Rückbildung mit Baby), weil ich wollte, dass er es bei seinem Start ins Leben so schön wie möglich hat und auch früh mit anderen Babys in Kontakt kommt. Aber es stellte sich sehr schnell heraus, dass eine gemeinsame Kursteilnahme so gut wie unmöglich war. Den Babymassagekurs verließ ich nach der zweiten Sitzung, PEKiP und Rückbildung mit Baby trat ich gar nicht erst an. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass niemandem damit geholfen sei, wenn mein Baby und ich an einem solchen Kurs teilnehmen. Dem kleinen Herrn nicht, weil er in seinem Schreigefängnis meist ohnehin der Welt entrückt war und die gut gemeinten Aktivitäten ihn eher weiter überreizten. Mir nicht, weil ich mich statt um meine Übungen um die Beruhigung des kleinen Herrn kümmern musste und es mir peinlich (ja, peinlich!) war, wenn ich ihn am Ende einfach nicht beruhigen konnte. Mal ganz davon abgesehen, dass öffentliche Verkehrsmittel die mich zu den verschiedenen Schauplätzen hätten bringen sollen, für mich mit dem kleinen Herren immer der blanke Horror waren. Ich mag es, in der Anonymität der Menge unterzugehen: Mit einem Schreibaby funktioniert das nicht.

Statt Kurse zu besuchen, versuchte ich mich mit Freundinnen zu verabreden, die auch gerade Mutter geworden waren. Die Hälfte dieser Verabredungen musste ich kurzfristig absagen, da der kleine Herr sich entweder schon beim Anziehen rettungslos in Rage schrie oder spätestens nach den ersten Metern im Kinderwagen. Ich konnte nicht da drüber stehen und ich konnte ihn auch nicht einfach schreien lassen und an meinem Plan festhalten. Hin und wieder klappte es aber doch, dass ich mal eine Freundin zuhause besuchte oder mich zum Wagenschieben verabredete. Das tat unglaublich gut, aber ich hatte dennoch immer den Gedanken an die „tickende Zeitbombe“ im Nacken. Und ich hatte gelegentlich diese schale Gefühl, den anderen mit unserem Problem zur Last zu fallen. Quatsch natürlich, aber man steigert sich da so rein.

Gerne hätte ich den kleinen Herrn manchmal für ein paar Stunden abgegeben, um selbst zur Ruhe zu kommen. Da wir jedoch keine Großeltern in der Nähe haben, ließ sich das nicht einfach so einrichten. Und Freunden oder Babysittern wollte ich das, was selbst für mich irgendwann unerträglich wurde, einfach nicht zumuten. Wäre nicht in einer Nacht- und Nebelaktion meine liebe Tante eingeflogen, um mir für zwei Wochen unter die Arme zu greifen, ich weiß nicht, wo das für mich noch geendet hätte.

Zum Glück gibt es für Mütter und Väter in meiner Situation professionelle Hilfe in Form von Schreibabyberatungen und -ambulanzen. Man sollte keine falsche Scheu davor haben, diese als betroffene Eltern in Anspruch zu nehmen. Es ist nämlich ein Irrglaube, dass man sich irgendwann an das Schreien gewöhnt. Wenn man großes Glück hat, schafft man es vielleicht, sich irgendwie durch die ersten drei Monate zu hangeln, aber spätestens wenn das Schreien nach den drei Monaten nicht „schlagartig“ aufhört kann die Verzweiflung ins Unermessliche wachsen.

Der kleine Herr hörte nach drei Monaten nicht auf zu schreien und auch nicht nach vier. Zwar spürte ich nie die unmittelbare Gefahr, dass ich ihm aus Verzweiflung etwas antun könnte, aber ich merkte doch, wie meine Geduld nachließ und ich gelegentlich eher unfreundlich mit ihm umging. Und wie ich immer häufiger in Tränen ausbrach und mich fragte, wie ich das alles überstehen soll. In der Münchner Schreibabyambulanz nahm man sich Zeit und hörte mir zu. Und bestätigte mich darin, dass alles, was ich tat genau richtig war – denn natürlich fängt man an, an sich selbst zu zweifeln, wenn das Baby nicht aufhören will zu weinen. Zwar schnippte dort niemand mit dem Finger und der kleine Herr hörte stante pede mit dem Schreien auf, aber es half zu wissen, dass ich nicht allein war mit meinem Problem und dass ich nicht einfach nur auf ein normal schreiendes Baby überreagiere. Der kleine Herr war tatsächlich ein „Schreibaby“ und während sein Papa das (schwierige) Wort nur sehr ungern in den Mund nahm, schob ich es vor mir her wie ein Schutzschild, was mir irgendwie half, mit der Situation besser fertig zu werden.

Wenn Ihr den Text bis hier hin aufmerksam gelesen habt, werdet Ihr feststellen, dass ich im Zusammenhang mit dem kleinen Herrn in dieser Zeit vor allem von „Problem“ und „Belastung“ geschrieben habe. Und dass ich das ganz oft wirklich so empfunden habe, ist für mich immer noch das Schlimmste an der ganzen Situation. Mein kleiner Sohn hat mich über mehrere Monate hinweg jeden Tag mehrere Stunden lang angeschrien und das ist einer gesunden Mutter-Kind-Beziehung leider nicht unbedingt zuträglich. Insbesondere dann nicht, wenn all meine Bemühungen ihm zu helfen, damit er nicht mehr schreien muss, nicht zu ihm durchdringen konnten. Das Wissen, dass der Kleine nichts Böses im Sinn hat und seinen – wie auch immer gearteten – Kummer einfach nicht anders artikulieren kann, schützt einen leider nicht unbedingt davor, das Schreien irgendwann persönlich zu nehmen. Mag er mich nicht? Bin ich ihm keine gute Mutter? Habe ich etwas falsch gemacht? Fragen über Fragen, die einem niemand zufriedenstellend beantworten kann. Kein einfacher Start für eine große Liebe.

Heute ist der kleine Herr neun Monate alt. Seit etwa drei Monaten ist er den größten Teil der Zeit stabil. Je mehr er kann (umdrehen, sitzen, krabbeln), desto besser kann er sich auch selbst regulieren. Wenn er heute merkt, dass er im Begriff ist, sich fürchterlich aufzuregen, schiebt er sich manchmal gerade noch rechtzeitig selbst den Schnuller in den Mund. Das ist so unglaublich niedlich, dass mir jedes Mal das Herz aufgeht! Das exzessive Schreien hat beim kleinen Herrn nicht schlagartig aufgehört, aber es ist immer seltener geworden und er lässt sich heute (in 95% der Fälle) auch viel leichter beruhigen. Mit den restlichen 5% kann ich, können wir nach unserer Erfahrung aus den ersten sechs Monaten einigermaßen umgehen. Und jetzt nutzen wir jede einzelne Minute aus, die Nähe, die uns das Schreien nehmen wollte, in vollen Zügen auszukosten.

Liebe Eltern künftiger Schreibabygenerationen, 

lasst Euch helfen und bittet Freunde, Verwandte oder professionelle Einrichtungen um Unterstützung. Ihr seid nicht schuld daran, dass Euer Baby nicht aufhören will zu weinen. Und Ihr müsst Euch für sein Weinen bei niemandem entschuldigen. Ihr tut, was in Eurer Macht steht und zwar instinktiv und Eurer Baby weiß das. Passt gut auf Euch auf und nehmt Eure eigenen Bedürfnisse ernst. Und setzt Euch bloß nicht unter Druck, weil ihr vielleicht ein wenig „aus der Reihe“ fallt. Verzichtet auf Aktivitäten, die Euch schon im Vorhinein Schweißperlen auf die Stirn treiben, auch wenn Ihr glaubt, dass von Euch etwas anderes erwartet wird. Es ist ok, wenn Euch die Situation überfordert und es ist auch ok, unglücklich darüber zu sein und zu weinen. Es wird eine Zeit kommen, da habt Ihr es überstanden – das kann schnell gehen oder etwas länger dauern – aber es wird passieren, so viel ist sicher. 

Kopf hoch!
Eure Melanie

P.S.  Wenn Ihr in derselben Situation seid oder jemanden kennt, der in einer ähnlichen Situation ist – meldet Euch. Ich kann das Schreien nicht abstellen, aber vielleicht hilft es ja, mit jemandem darüber zu sprechen, der genau weiß, worum es geht. MIR hat das geholfen. 

 

Baby(un)sitter

Tassenfahrt

bern_grandprix_20133Wir hatten die Wahnsinnsidee, rund neun Monate nach der Geburt unseres kleinen Herrn, mal einen Abend zu zweit zu verbringen – Bruce Springsteen sollte dabei sein, live im Olympiastadion. Da wir nun beide Zuagroaste sind, verfügen wir vor Ort nicht über Sippe, die sich spontan herbei bestellen ließe. Unsere Freunde wollten wir damit nicht behelligen, also dachten wir uns: „Ein Babysitter muss her!“ Babysitter sind eine tolle Sache, dachten wir uns und wenn man ein mal eine vertrauenswürdige und umgängliche Betreuungsperson gefunden hätte, könnte man ja sogar öfter als einmal alle neun Monate mal wieder ein bisschen Zweisamkeit genießen. So der Plan! Aber wie kommt man an einen Babysitter?

Der kleine Herr ist seit seinem 7. Lebensmonat in der Krippe und so dachten wir uns, dass man uns dort vielleicht jemanden empfehlen könne. Konnte man auch. Aus (verständlichem) Prinzip werden zwar keine Betreuerinnen aus der Krippe selbst vermittelt (was natürlich sehr praktisch wäre), aber in Erzieherinnen- und Kinderpflegerinnenkreisen kennt man sich ja und so hatten wir schnell die Nummer einer Kinderpflegerin in der Hand, die wir auch stante pede anriefen. Klang alles super und es wurde ein Kennenlerntermin an einem Freitagnachmittag um 17:30 Uhr vereinbart. Um 17:30 Uhr schickte die Dame eine SMS, dass sie doch nicht kommen könne. Wir könnten ihr aber schon mal die gewünschten Sitting-Termine durchgeben (sage und schreibe zwei Abende!), an denen sie dann aber sowieso nicht konnte. Aber wir dürften uns gerne wieder melden. Schönen Dank!

Der nächste Versuch war eine Empfehlung aus dem Freundeskreis, ein junger Mann, selbst Kinderpfleger von Beruf. Da wir zwei Wochen vor dem Springsteen-Konzert noch eine Geburtstagseinladung hatten, hielten wir das für einen guten Testballon und fragten den jungen Mann vorher, ob er an dem Abend denn frei habe. Er habe, sagte er. Also vereinbarten wir den obligatorischen Kennenlerntermin, zu dem er auch pünktlich erschien. Leider  stellte sich heraus, dass er bisher wenig Erfahrung mit so kleinen Babys hatte (und man merkte ihm den Respekt vor der Herausforderung an) und irgendwie konnten wir uns den netten jungen Herrn auch nicht so richtig im Umgang mit dem kleinen Herrn vorstellen. Jedenfalls nicht solange er ein so kleiner, kleiner Herr ist. Schade, aber wieder nix.

Da das Hörensagen-Freundes-und-Bekanntenkreis-Empfehlen nicht so richtig fruchten wollte, entschlossen wir uns also, uns des Themas „professionell“ anzunehmen und unser Glück auf babysitter.de zu suchen. Man bezahlt hier ein bisschen was, bekommt aber durchaus auch eine ganze Menge Resonanz und im Großen und Ganzen war niemand dabei, der/die auf den ersten Blick gar nicht gegangen wäre. Da der kleine Herr eben noch sehr klein und aus diesem und jenem Grund auch irgendwie „speziell“ ist, suchten wir uns zwei Bewerberinnen aus, die sowohl über eine passende Ausbildung als auch über entsprechende Erfahrung verfügten. Nummer eins meldete sich auf unsere Interessenbekundung nicht mehr (- nein, ich habe ihr nichts unflätiges geschrieben -), Nummer zwei zeigte sich sehr erfreut und wir vereinbarten auch gleich den Kennenlerntermin. Den sie am Vorabend des vereinbarten Tages wegen Krippe (sic!) absagen musste. Sie wollte sich aber nach ihrer Gesundung wieder melden. Bisher haben wir nichts mehr von ihr gehört.

Es vergingen wieder ein paar Tage, der Tag des Konzertes rückte näher und wir hatten bereits mit Bruce abgeschlossen. Da kam über babysitter.de eine neue, sehr interessant und nett klingende Bewerbung rein und wir schöpften wieder Hoffnung. Die Bewerberin gibt an, am Sonntagabend Zeit zu haben. Der Kennenlerntermin dann am vergangenen Freitag: Ich öffne die Tür und denke – „ja“. Die junge Dame ist studierte Sozialpädagogin, sittet schon seit mehreren Jahren Babys (auch kleine) und Luis und ich finden sie gleich dufte. Und sie sagt erneut, dass sie Sonntag noch nichts vor hat! BOSS, ICH KOMME! Ich gebe ihr gleich grünes Licht und frage sie, ob sie sich das mit uns auch vorstellen könne. Sie bejaht. Wir vereinbaren aber, am nächsten Tag noch mal zu telefonieren, wenn wir alle noch mal eine Nacht darüber geschlafen haben. Ich muss darüber nicht schlafen und der Mann traut meinem Urteil, aber ich willige ein. Samstagmittag lasse ich sie per SMS wissen, dass wir uns freuen würden, wenn sie sich um Luis kümmern würde. Guess what? Sie schreibt zurück, dass es zwar alles sehr gut klang, sie aber Sonntag nun doch nicht schaffen würde. Wtf?

Das Ende vom Lied: Der Mann ist alleine (mit Freunden) beim Konzert und ich bin zweisam mit dem kleinen Herrn, was für sich genommen zwar nicht schlecht ist, aber irgendwie nicht so ganz dem eigentlich Plan entsprach. Zudem bin ich enorm frustriert über die Münchner Babysitter, die in meiner kleinen Empirie allesamt sprunghaft und unzuverlässig sind. Wie sind denn Eure Erfahrungen?

Babys Bücherregal: Die Anfänge

Darüber, was ich so vor und nach der Geburt las, habe ich mich ja schon an anderer Stelle ausgelassen. Aber da wir ja in einem stark bebücherten Haushalt leben, hat auch der kleine Herr schon allerlei Lektüre angesammelt, die teils von den wohlmeinenden Eltern herangeschafft wurde, ihm teils aber auch von lieben Menschen geschenkt wurde: ♥♥♥

Wirklich lesen kann der kleine Herr ja noch nicht, aber er kann Bücher schmecken, zerreißen und daraus vorgelesen bekommen – wenngleich hier die Ausdauer des Vorlesenden deutlich größer ist als die des Vorgelesenbekommenden. Dieser geht lieber schnell wieder zu schmecken und zerreißen über.

Ganz vorne im Bücherregal des kleinen Herren stehen momentan:

Die Häschenschule von Fritz Koch-Gotha und Albert Sixtus

Häschenschule

Dieses Buch hat der kleine Herr zur Geburt bekommen (Danke nochmals @Tina!) und ungefähr seit der Zeit lese ich ihm auch regelmäßig daraus vor. Ich kannte des Buch selbst nicht, fand aber schnell heraus, dass es sich wohl um einen echten Klassiker handelt (auch in unserer Krippe wird daraus vorgelesen). Was ich daran mag sind die Reime, da kann man beim Vorlesen so schön mit der Melodie spielen, was mir und dem kleinen Herrn gleichermaßen Spaß macht. Und natürlich lernt man eine Menge über Hasen!

Frederick von Leo Lionni

frederick

In Buchladen erzählte man mir, die Zeichnungen in diesem Buch seien viel zu abstrakt für ein kleines Baby und wollte es mir daher nicht verkaufen. Ich kaufte es trotzdem, denn auch mir wurde als ich klein war schon aus diesem Buch vorgelesen und ich mag die Geschichte wirklich sehr. Und auch der kleine Herr hat sich bisher weder über die Storyline noch über die Bebilderung beschwert. („Die kleine Raupe Nimmersatt“ wäre das zweite Buch aus meiner Kindheit, das ich heiß und innig liebte. Ich habe es bisher nur noch nicht gekauft, weil mich die vielen Merchandise-Artikel rund um das Buch irgendwie abtörnen.)

Mein Kölner Zoo von Heiko Wrusch

Wimmelbuch

Natürlich ist der kleine Herr noch viel zu klein für so ein Wimmelbuch, jedenfalls für dessen ordnungsgemäße Anwendung. Aber da er es beim Wuseln immer wieder aus dem Regal zieht und man mit Heimatkunde nicht früh genug beginnen kann, schauen wir immer wieder gemeinsam rein. Ich muss dann immer schmunzeln, wie das Gewimmel ihn total wuschig macht und er das Buch UNBEDINGT anfassen muss. Das ist ausgesprochen niedlich. Und ich muss zugeben: Ich liebe Wimmelbilderbücher selbst ganz doll (und wir haben davon glücklicherweise noch viele mehr.)

Natürlich haben wir auch echte Babybücher (aus Stoff und aus dicker Pappe), aber die findet der kleine Herr nur geschmacklich spannend und ich dulde sie auch mehr als dass ich sie wertschätze. Die dort abgebildeten Gegenstände zeige ich ihm ohnehin viel lieber „in echt“.

Wie haltet Ihr es mit der Babyliteratur? Gibt es ein oder mehrere Bücher, die ich dem Kleinen auf keinen Fall vorenthalten darf? Ich freue mich auf Eure Tipps.

Ist das Spielzeug oder kann das weg?

IMG_0068Ich habe nicht nur nicht gestillt sondern mit dem kleinen Herrn auch keinen PEKiP-Kurs besucht. Wir hatten unsere Gründe. Schade ist das vor allem, weil man dort neben viel (mir viel zu) esoterischem Zeug auch tolle Praxistipps bekommt, z.B. zum Thema Spielen.

Glücklicherweise tummeln sich in meinem Umfeld ein paar erprobte PEKiPperinnen, so dass ich deren Erkenntnisse mitznutzen konnte, ohne den Kurs zu besuchen. So habe ich angefangen, aus Müll Spielzeug zu mache. Und was soll ich sagen: Der kleine Herr liebt es!

Hier seine und meine Highlights:

  1. Es kann durchaus Vorteile haben, wenn man nicht oder nicht nur selber Babybreie kocht. Denn mit den Babygläschen kommen die Babygläschendeckel und die sind ein absolut tolles und vielseitiges Spielzeug. Sie sind zugleich Greifling und Beißring, man kann mit ihnen herrliche Klick-Geräusche machen und sie sogar stapeln. Und wenn man richtig viele Babygläschendeckel hat, dann kann man damit auch ganz wunderbar richtig viel, richtig guten Krach machen.
  2. Es gibt Müllspielzeug, von dem Eltern und Kind profitieren. Schon mal versucht, dem Nachwuchs das leere (!!!) Innenleben einer Toffifee-Packung zu servieren? Ein Riesenspaß, denn das Ding glänzt und glitzert und macht einen Höllenlärm, wenn man darauf herumdrückt. Gerade wenn die Kleinen ihrer Fingerfertigkeit langsam entdecken, sind Toffifee-Dingsbumse (ich suche immer noch verzweifelt nach dem Fachbegriff für die Dinger) echt toll. Was die Eltern davon haben? Ihr kommt schon darauf. *kaugeräusch*
  3. Wie bereits die beiden ersten Müllspielzeuge zeigen, sind Dinge, mit denen man Krach machen kann, beim Babymenschen außerordentlich beliebt. So auch Rasseln, die man aus allen möglichen Dingen schnell selbst zusammen bauen kann. Unser kleiner Herr fummelt im Moment am liebsten mit einer leeren Plastikflasche (der Typ „S. Pellegrino ist wegen des schlanken Halses besonders beliebt) rum, die mit Kichererbsen und kleinen Glöckchen (Lindt Osterhasen) bestückt ist.

Wir haben noch so einige andere Dinge ausprobiert: leere Milchtüten, leere Joghurtbecher, Eierkartons aus Plastik (zum trommeln) – der Phantasie sind da wirklich kaum Grenzen gesetzt. Aufpassen muss man natürlich, dass die Dinge überverschluckgroß sind, dass sie keine Scharfen Kanten haben usw., aber das tun die meisten Eltern ja sowieso intuitiv die ganze Zeit.

Spielen Eure Kinder auch mit Müll? Wenn ja, was sind denn Eure Favoriten? Ich freue mich über Tipps für alle Altersklassen, denn selbst das beste Müllspielzeug wird für die Kleinen irgendwann langweilig.

 

Lord Helmchen oder Die Cranio-Orthese und wir

IMG_7120Gerne erspare ich Euch überflüssige Details zur Geburt. Da hat ohnehin jede ihr Päckchen zu tragen. Aber jedenfalls war die Geburt so „unbequem“ für alle Beteiligten, dass der kleine Herr allerlei Blockaden mit ins Leben brachte, vor allem in der Hals- und der Brustwirbelsäule. Hätte der Jungspund nicht bereits mit wenigen Wochen beeindruckend oft seine Stimmbänder überstrapaziert, hätten wir von den Blockaden vermutlich erst mal nichts gemerkt. Doch da die Umstände so waren wie sie waren, fanden wir uns schnell in osteopathischer Behandlung wieder. (Das scheint übrigens gerade total en vogue zu sein.) Die nette Osteopathin bemühte sich nach Kräften, die Blockaden zu lösen und dem kleinen Herrn und seiner leidgeprüften Mutter Linderung zu verschaffen, was aber nicht so recht gelingen wollte. Gerade die ersten Sitzungen gerieten so zur Zerreißprobe für alle anwesenden Nerven.

Weil es aber dennoch nicht (oder nicht schnell genug) half, versuchte der kleine Herr eben sich selbst zu helfen, indem er sich stets so hinlegte, wie es ihm am bequemsten erschien. Natürlich bemühten wir uns trickreich um das Umlagern, aber entweder, es gelang ihm, sich wieder in seine Lieblingsstellung zu wuseln oder aber er schlief schlicht und ergreifend gar nicht und ließ uns an seinem Unmut über die Situation teilhaben.

Mit der Zeit entwickelte er so eine rechts gelagerte Vorzugshaltung, die zum einen dazu führte, dass er mit der einen Hand immer ein Stück flinker war als mit der anderen, zum anderen aber auch dazu, dass sein rechter Hinterkopf im Laufe der Zeit platt gelegen war. Die (richtige!) Empfehlung, die Kinder wegen der SIDS-Gefahr auf dem Rücken schlafen zu lassen, bringt übrigens viele Plattköpfe hervor, aber bei den meisten verwächst sich das im Laufe der Zeit selbst wieder.

Was die Osteopathie beim Plattkopf des kleinen Herrn nicht allein zu richten vermochte, sollte in der nächsten Stufe durch die Physiotherapie wieder ins Lot gebracht werden. „Bobath“ hieß das Zauberwort der Stunde. Und zu meiner großen Freude hatte das viel mit Spielen und Spaß zu tun, was sich zumindest positiv auf die Stimmung des kleinen Herrn auswirkte. Aber so sehr wir uns auch anstrengten (ich lernte viele Übungen für den Hausgebrauch), ihn aus seiner Vorzugshaltung heraus zu locken und seine Synapsen besser zu verquicken, so wenig hinderte ihn das zunächst daran, in seiner Lieblingsstellung zu schlafen.

Als nun alle Bemühungen, die Symmetrie wieder herzustellen, nicht fruchten wollten und der kleine kleine Kopf zunehmend ein größerer (und schwererer) kleiner Kopf wurde, kam das erste mal eine Helmtherapie zur Sprache. Mein Mutterherz krampfte heftig bei dem Gedanken, dass mein wundervolles kleines Baby möglicherweise einen Helm tragen sollte, aber ich wollte mich auch nicht damit abfinden, dass die Asymmetrie immer schlimmer wurde und ich nichts wirklich wirksames dagegen tun konnte.

Also suchte ich den Helmdoktor auf (diese Leute sind übrigens nicht halb so leicht zu identifizieren, wie man sich das als Profi-Googler vorstellt, ohne den Tipp meiner Osteopathin wäre ich hier kaum weiter gekommen) und der fand dann per 3-D-Scan heraus, dass die Asymmetrie des kleinen Herrenköpfchens schon knapp zwei Zentimeter betrug. Für ihn eine klare Indikation pro-Helm. Und spätestens als ich seinen schriftlichen Befund las, in dem Worte wie „Gesichtsskoliose“, „Hirndruckzeichen“, „psychomotorische Retardierung“ und „chirurgische Intervention“ gehäuft vorkamen, krampfte das Mutterherz noch viel stärker als beim Gedanken an den Helm. Wenn sich das alles dadurch verhindern ließe, für ein paar Monate einen komischen Helm zu tragen, dann her mit dem Ding!

Aber so einfach, wie ich mir das vorstellte, ist die Sache mit dem Helm dann auch wieder nicht. Denn obwohl die Dinger nachweislich wirken, gehört die Helmtherapie bei den Krankenkassen nicht zum Standardprogramm. Und mit rund 2.000 € für Helm und die dazugehörige Anpassung und Kontrolle reicht die Kaffeekasse zur privaten Finanzierung leider auch nicht aus. Unser Krankenkasse (TK) zeigte jedoch ein verhältnismäßig schnelles Einsehen, nachdem man ihr Verordnung, 3-D-Scans und das Attest mit einem Ausblick auf die Folgeschäden zukommen liess. Wie ich aber aus dem Forum von Cranioform (Hersteller des Helms) weiß, ist das noch lange nicht der Normalfall. Glücklicherweise bekommt man in ebendiesem Forum aber ein paar gute Tipps, wie man auch nach erstmaliger Ablehnung am Ende doch noch eine Finanzierung der Helmtherapie bekommen kann.

Für Eltern von „Helmkindern“ ist das Cranioform-Forum so oder so ein echter Gewinn. Man gibt sich dort Tipps zur Helmreinigung (denn die Dinger riechen relativ schnell extrem unappetitlich), zur Helmkunst (kann man machen, muss man aber nicht) und zum Alltag mit Helm. Deutlich wird dort aber auch, dass viele Mütter wirklich unter dem Helm leiden – mehr als die Kinder, die das Ganze erstaunlich gut wegstecken. Die Leute gucken und das lässt sich auch nicht wirklich verhindern – ich würde auch gucken, wenn ich zum ersten Mal so ein Kind mit Helm sehen würde.

Vor rund vier Wochen haben wir also unseren Helm bekommen und der kleine Herr hat ihn sehr gut angenommen. Hin und wieder ruckelt er etwas daran herum – wahrscheinlich weil er unter dem Helm schwitzt – aber im Großen und Ganzen ist der Helm für ihn scheinbar kein Problem. Was gut ist, denn er muss ihn für insgesamt vier bis sechs Monate 23 Stunden am Tag tragen. Eine Stunde am Tag ist „helmfrei“, denn da werden Helm und Babykopf einer gründlichen Reinigung unterzogen. Schon nach „nur vier Wochen“ hat sich der kleine Kopf schon ganz erstaunlich verändert und wir sind gespannt, was die erste Messung nach zwei Monaten ergeben wird.

Dass man mit einem Helmkind stets mit schrägen Blicken und merkwürdigen Fragen rechnen muss, ist vermutlich klar. Erstaunlicherweise stört mich das kein bisschen. Im Gegenteil: Die Interpretationen der Leute amüsieren mich sehr. „Bist Du hingefallen?“ (= „Hat Deine Mutter etwa nicht aufgepasst, das ungeschickte Ding? Ob das Jugendamt das weiß?“), „Das ist für eine schöne Kopfform, oder?“ (= „Sie haben den Kleinen sicher im achten Monat holen lassen, um nicht fett zu werden. Und würden ihn auch unters Messer legen, wenn er nicht 100% perfekt wäre!“) und „Stößt er sich öfter den Kopf?“ (= „Immer diese übervorsichtigen Mütter. Die züchten doch die reinsten Weicheier heran.“).

Auch wenn wir erst seit einem Monat behelmt sind kann man die Verbesserung bereits mit bloßem Auge erkennen. Der kleine Herr wird den Helm maximal sechs Monate tragen, erinnern wird er sich später nicht daran. Wir sind jedoch ziemlich sicher, dass wir ihm durch den Helm einige unangenehme Spätfolgen ersparen konnten.

In der Krippe ist der kleine Herr inzwischen nur noch „unser kleiner Boxer“. Im Vergleich zu „Hosenscheißer“ und „Rotznäschen“ ist das doch ein ganz charmanter Spitzname, findet Ihr nicht?

Tagebuch für Geek-Moms

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Weil man die ersten Stunden, Tage, Woche, Monate und Jahre doch viel schneller vergisst, als man glauben möchte, habe ich ziemlich bald nach der Geburt des kleinen Herrn angefangen, Tagebuch zu führen. Zunächst tat ich des offline mit Heftchen und Stift, bald sehnte sich das Geek-Girl in mir aber doch nach einer digitalen Lösung. Da wir in einem Apple-Haushalt leben, fand ich diese dann auch sehr schnell in Form einen bezaubernden App: Day One.

Day One ist ein digitales Tagebuch, das dank Cloud (z.B. iCloud oder Dropbox) von sämtlichen Apple-Geräten aus bespielt werden kann. Es gibt eine iPhone und iPad-App (je 4,49 €), aber auch eine App für das Notebook oder den iMac (8,99 €).

Die Einträge können aus Text und Bild bestehen und mit Zeit-, Ort- und Wetterstempel versehen werden. Sie lassen sich darüber hinaus taggen und als Favoriten abspeichern. Damit man nicht vergisst, Tagebuch zu schreiben, erinnert einen die App auf Wunsch daran. Auch ein Export als .txt sowie ein Ausdruck sind möglich.

Day One Screenshots

P.S. Vom offline-Tagebuch habe ich mich noch nicht ganz abgewendet. Die wirklich wichtigen Informationen (sitzen, krabbeln, Zähne, etc.) werden hier nochmals in Kurzform festgehalten. Die Prosa jedoch, die landet in der App.

Wenn Mamas Milchbar geschlossen bleibt

flaschen„Warum stillst Du nicht?“ – Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen, wie oft mir diese Frage in den letzten sieben Monaten gestellt wurde. Jedes einzelne Mal habe ich den unterschwelligen Vorwurf gespürt und mich immer wieder -widerwillig- brav erklärt. „Ich wollte ja, aber….“ Und so war es ja auch. Ich wollte stillen, aber irgendwie ist es dann eben anders gekommen.  Und ich hatte es ziemlich schnell satt, mich deswegen schlecht zu fühlen. Und genau darauf hat es die Stillpolizei angelegt. Denn wenn Du als junge Mutter nicht blank sondern Plaste ziehst, dann hast Du Dir das Recht am Muttersein gleich von Anfang an verwirkt.

Natürlich gibt es auch viele stillende Frauen, denen schnuppe ist, was andere Mütter machen und die einen Teufel tun würden, sich da einzumischen. Aber es ist dennoch erstaunlich, wie viele junge Müttern sich allein durch ihr Stillen zur Botschafterin berufen fühlen.

„Jede Frau kann stillen“.

Auch so ein Satz, den man nicht in seinem Herzen bewegen, sondern gleich in die Tonne klopfen sollte. Als ginge es bei einer Stillbeziehung einzig und allein um die „technische Möglichkeit.“ Es gibt Babys, die schreien die Brust ihrer Mutter an, statt sie zu liebkosen. Und Mütter, die ihre Kinder überhaupt nur unter Schmerzen stillen können. Und dann gibt es auch diejenigen Mütter, die es sich einfach nicht vorstellen können, ihr Kind an der Brust zu ernähren. Auch das ist legitim, wie ich finde. Warum eine Frau ihr Baby nicht stillt, geht wirklich niemanden außer der Frau etwas an. Ende. Aus. Mickey Mouse.

Auch wenn Stillen für das Baby und die Mutter außerordentlich gesund ist, – das wissen übrigens auch die Frauen, die es dennoch nicht tun – ist Nichtstillen nicht automatisch versuchter Totschlag. Die Säuglingsmilch aus der Konserve ist heute so gut wie sie als Kunstprodukt eben nur sein kann. Sie wird niemals „the real shit“ sein, aber sie ist doch verdammt nah dran und kein Grund für schlaflose Nächte und 20 gebetete Rosenkränze.

Bitte versteht mich nicht falsch: Ich finde das Stillen wirklich super und habe überhaupt keine Einwände dagegen, wenn eine Mutter sich dafür entscheidet. Und sollte ich noch mal ein Kind bekommen, werde ich es auch wieder versuchen. Aber nicht um jeden Preis – so viel steht fest.

Dennoch bleibt es in meinen Augen eine bodenlose Frechheit, dass mich das Nichtstillen offensichtlich zum Freiwild macht, in dessen Privatleben und in dessen ganz persönliche Entscheidungen sich jeder einfach so einmischen zu dürfen glaubt. Ich verbitte mir das. Jetzt und in Zukunft.

Bäm.

In der Nido gab es zu dem Thema kürzlich auch einen interessanten Artikel.

Lektüre im ersten Lebensjahr

Ähnlich wie für Schwangerschaft, gibt es auch für den Start ins Leben mit Kind zahlreiche Bücher, die einem von Freunden empfohlen werden, die man geschenkt bekommt oder über die man einfach so stolpert. Viele davon sind angeblich Klassiker, die in keinem Elternhaushalt fehlen dürfen.

Da ich ein großer Fan von Büchern bin und mir durch die einschlägige Literatur Orientierung in meinem neuen Leben erhoffte, ergab ich mich gerne dem Sammeltrieb und begann, Bücher „rund ums Baby“ zu horten.

Gestehen muss ich gleich, dass ich in einige davon nur einmal schaute und dass andere bisher gänzlich unbeachtet blieben. Ein paar jedoch, nehme ich seit der kleine Herr da ist, immer wieder zur Hand. Welche das sind, möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten. (Auch meine persönlichen Flops will ich mit Euch teilen, vielleicht kann ich Euch ja vor einem Fehlkauf bewahren, wobei das ja gerade bei Büchern wirklich oft Geschmacksache ist.)

TOP

Das Baby-Buch, das ich bisher mit Abstand am häufigsten in der Hand hatte ist Babyjahre von Remo H. Largo. (Piper, 12,99 €). Obwohl Babyjahre wohl wirklich DER Klassiker ist, hat es doch ein paar Monate gedauert, bis ich darüber gestolpert bin.

Babyjahre von Remo Largo
Im Prinzip hat Largo zwar ein Erziehungsbuch geschrieben, aber über diesen Aspekt habe ich von Anfang an großzügig hinweg gesehen. Viel interessanter als die Ratschläge, was man wann wie machen kann, um das Kind in seiner Entwicklung bestmöglich zu fördern, fand ich die Übersicht über die verschiedenen Entwicklungsschritte, die Largo nicht nur nach Altersgruppen sondern auch nach Themengebieten (z.B. Motorik, Schlafverhalten, Essen und Trinken, etc.) ordnet. Untermauert von vielen statistischen Daten, findet man hier einen guten Überblick, wann grob (!) welche Entwicklungsschritte anstehen und in welcher Reihenfolge sie sich in der Regel vollziehen. Da jedes Kind in seiner Entwicklung einzigartig ist, sollte man solche Bücher jedoch weder als Checkliste („been there, done that, got the T-shirt“) noch als Rechtfertigung für das große Mütterduell („Mein Kind kann schon _ _ _ , Deins etwa noch nicht?“) sehen. Auch wenn mein kleiner Herr in vielerlei Hinsicht anders war, als das von Largo beschriebene Durchschnittskind, hat mir das Buch schon jetzt das oft geholfen, anhand von kleinen Indizien festzumachen, was der kleine Herr wohl als nächstes entwicklungstechnisch ausheckt. Und es hat mir geholfen, den Kleinen ein bisschen besser zu verstehen. Allein dafür hat Babyjahre meiner Meinung nach schon mindestens eine Goldmedaille verdient.

Etwas weniger wissenschaftlich, aber nicht weniger hilfreich ist Papas heimlicher Favorit:  Das Baby: Inbetriebnahme, Wartung und Instandhaltung. (Sansoussi, 12,90 €)

Das Baby: Inbetriebnahme, Wartung und Instandhaltung.

Auch wenn das Buch sowohl im Titel als auch in er Aufmachung zunächst mehr wie ein Scherzartikel daher kommt, gelingt es ihm doch, in kompakter und unterhaltsamer Form wichtiges Wissen zu vermitteln. Wer das Buch aufmerksam studiert, hat – auch dank der zahlreichen tollen Illustrationen – am Ende einen ziemlich guten Überblick, wie der Neuankömmling richtig zu warten, aufzubewahren und zu versorgen ist. Und da die Lektüre wirklich kurzweilig ist und man viel Gelegenheit zum Schmunzeln bekommt, finde ich das Buch wirklich empfehlenswert.

FLOP

Ein Buch, an dem man wohl auch nicht vorbei kommt, wenn man die (Baby-)Welt nicht versteht und sich ratsuchend an Google wendet, ist Oje, ich wachse. (Goldmann, 10,99 €).

Oje, ich wachse

Der kleiner Herr hat in den ersten Monaten doch sehr viel geweint und ich wusste oft nicht mehr ein und aus und da war ich nur froh, dass im Internet von vielen Leuten behauptet wurde, dass das Buch mir die ersehnten Antworten geben könnte. Anfangs habe ich das Buch recht oft in der Hand gehabt und mit viel Hin- und Herrechnen haben die bemerkbaren Veränderungen sich auch irgendwie der Schubtheorie der Autoren zuordnen lassen. Wirklich geholfen hat mir das aber dennoch nicht – vielleicht hatte ich mir aber auch einfach zu viel erhofft. Die Checklisten am Ende eines jeden Schubes fand ich sogar mehr als merkwürdig: Was wenn hier nicht genügend Häkchen setzen kann? Muss ich mir dann (neben allem anderen) am Ende noch Sorgen um die zeitgemäße Entwicklung meines Kindes machen? Das wurde mir dann doch zu viel und ich fand auch nicht, dass die Kapitel inhaltlich viel zu bieten hatten und dass sie sich zu großen Teilen wiederholten. Aus meiner Sicht also definitiv kein Kauftipp!

Ein Buch, mit dem ich auch überhaupt nichts anfangen konnte, war Das glücklichste Baby der Welt von Harvey Karp, das dummerweise von allen Seiten sehr gelobt wird. (Goldmann, 9,99 €)

Das glücklichste Baby der Welt

Das Buch richtet sich vor allem an Eltern, die Schwierigkeiten haben, ihr Kind zu beruhigen. Damit traf Karp also zunächst mal bei mir absolut ins Schwarze und auch die persönliche Empfehlung einer anderen „betroffenen“ Mutter machte mir Hoffnung. Laut Karp lässt sich mit seiner „5-S-Methode“ jedes noch so unruhige Kind im Handumdrehen beruhigen und zum Schlafen bringen. Im Einzelnen sind das: Strammes Einwickeln, Seiten-/Bauchlage, Sch-Beruhigungslaut, Schaukeln, Saugen – und zwar in genau dieser Reihenfolge. So sehr ich hoffte, damit mein Problemchen in den Griff zu bekommen, so wenig funktionierte die Methode bei uns.

Es fing damit an, dass weder der kleine Herr noch ich von der Idee des Puckens sonderlich angetan waren. Dass das wohl am Anfang „normal“ ist, half mir nicht. Der Zwerg weinte und genau das wollte ich ja eigentlich verhindern. Und dann diese Seiten-/Bauchlage-Geschichte. Ich hatte Angst vor SIDS und Karp empfahl genau das zu tun, was ich wegen SIDS eigentlich nicht tun sollte. Schwierig. Mit meinen verzweifelten Sch-Lauten drang ich ohnehin nie zu meinem weinenden Baby durch. Schaukeln half, saugen auch, aber beides immer nur für den Moment.

Vielleicht glaubte ich nicht genug an Karps-Methode, vielleicht behagte mir einfach auch dieses Gefühl das Kind „abstellen“ zu können nicht so richtig. Jedenfalls schaffte es das Buch nur auf meine Flop-Liste.

Vielleicht habt ja auch Ihr einen Buchtipp fürs erste Lebensjahr, den Ihr unbedingt weitergeben möchtet oder möchtet andere vor einem Fehlkauf bewahren. Ich freue mich über jeden Tipp und jede „Warnung“!

B(r)eikost

IMG_0450Der erste Brei. Ich muss gestehen, ich habe diesen Moment ein kleines bisschen herbei gesehnt. Wenn man stillt, ist er vielleicht ein bisschen furchteinflößend, aber als Flaschenmama ändert sich durch die Beikost (außer dem Abstand zum Kind beim essen) nicht so viel. Jedenfalls habe ich das so empfunden. Und so habe ich mich wirklich darüber gefreut, den kleinen Herrn ab Mitte des fünften Lebensmonats in die Welt der Geschmäcke einzuführen. So viel zu meiner leicht romantischen Vorstellung: Der leckere Brei – der zufriedene und satte kleine Herr – die glückliche Mama.

Am Anfang war Pastinake. Aus dem Glas, das muss ich zugeben. Irgendwo hatte ich ohnehin gelesen, dass die Zutaten für Babybreie so was von geprüft sind, dass sie weniger Schadstoffe in sich tragen als so mancher selbst gekochte Brei. Das beruhigte mich. Und da ich nicht wusste, was der kleine Herr geschmacklich so präferiert, fand ich das für den Anfang eine gute Lösung. Beim ersten Versuch landete mehr Brei auf dem Kind und der Mama als in dem Kind, aber das scheint mit halbwegs normal zu sein. Und die ersten paar Löffel (1/8 Gläschen) gingen auch ganz gut weg. Doch schon am zweiten Tag wurde Pastinake missbilligt und ich machte den Anfängerfehler, gleich die nächste Sorte zu zücken: Karotte. Auch Fehlanzeige. Das Missbilligen wurde vehementer. Dasselbe mit Kürbis. Da ich dem Knirps weder das Essen aufzwingen wollte, noch ertragen konnte, wie ihn meine gut gemeinte Geste immer wieder zum weinen brachte, stoppte ich das Experiment Beikost für einige Tage frustriert. Vielleicht war es noch zu früh.

Nachdem etwas Gras über unsere ersten missglückten Versuche gewachsen war, startete ich die nächste Beikost-Offensive – diesmal mit Obstgläschen. Ich hatte diese zunächst gemieden, weil es ja heisst, dass das Kind dann nur noch auf süß abfahre, habe es aber dann nach Rücksprache mit dem Kinderarzt darauf ankommen lassen. Der sagte nämlich: Ganz egal, ob wir mit Obst oder Gemüse anfangen – Hauptsache, das Kind isst! Und das tat er tatsächlich. Apfel, Birne, Apfel-Banane – alles gar kein Problem und schon bald putzte der kleine Herr ein ganzes Gläschen weg, allerdings nur am frühen Abend. Mittags war ihm einfach nicht nach Brei. Mit etwas Hartnäckigkeit und viel Obst gelang es mir schließlich, ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Ein Etappensieg für mich. Und durch die Hintertür und mit Taschenspielertricks durften schließlich auch Karotte und Pastinake auf dem Löffel Platz nehmen. Aber wehe, ich bot das Ganze gemischt mit Kartoffel an! Der kleine Herr mauserte sich nämlich schnell zum Konsistenzfetischisten: Alles was ihm nicht flüssig genug erscheint und ihm nicht geschmeidig genug die Kehle hinunter rinnt, das quittiert er schnell mit angeekelten Grimassen und Schubumkehr.

Inzwischen experimentieren wir schon knapp zwei Monate mit der Beikost herum und bewegen uns nur langsam von Stufe zu Stufe. Beim Obstbrei gehen inzwischen schon drei Komponenten (zwei Obstsorten, ein Getreide). Beim Gemüsebrei bin ich auf Selberkochen umgestiegen (und zwar mit Eins, zwei, Brei), aber momentan kraxeln wir noch bei maximal zwei Gemüsesorten pro Mahlzeit rum und sobald da nur der Hauch eines Bröckchens drin ist – keine Chance. Und so habe ich mein Equipment stante pede um einen Monster-Zauberstab ergänzt, der wirklich alles klitzeklein bekommt. Apropos Equipment: Allein schon die Wahl des richtigen Löffels stellte mich vor eine ziemliche Herausforderung. Zuerst funktionierte es mit den etwas platteren besser, dann mit den kleinen gewölbten. Löffel ist nämlich noch lange nicht gleich Löffel.

Von Gemüse-Kartoffel-Fleischbrei sind wir immer noch meilenweit entfernt. Ein zarter Versuch, den Abendbrei einzuführen wurde mit totaler Totalverweigerung zunichte gemacht. Hier werde ich in Kürze noch mal einen Versuch mit Grießbrei wagen, daran hat er in der Krippe zumindest einigermaßen neugierig genuckelt. Dort ist man übrigens davon überzeugt, dass er schon bald einfach alles essen wird, weil er sich das bei den anderen Kindern abguckt. Gerade bin ich noch nicht sicher, ob mich das beruhigen oder beunruhigen soll.

Wie war Euer Start in die Beikost? Habt Ihr ähnliches erlebt oder lief gleich alles rund? Und wenn ja: Verratet Ihr mir Eure Tricks?