Es geht einfach nicht

knollenblätterpilz

Ich habe nichts gegen Frauen. Wirklich nicht. Im Herzen bin ich ja selbst eine Frau, irgendwie. Es ist gut, dass es Frauen gibt. Es ist auch gut, dass es Bachsaiblinge gibt. Aber wenn man keinen Fisch isst, dann sind einem die Bachsaiblinge letzten Endes egal. Sollen sich doch andere mit denen auseinandersetzen.

knollenblätterpilz

Weiterlesen

Projekt: Paul. Letzter Spieltag.

Dieses Finale hat ungefähr so viel Spaß gemacht wie ein Zahnarzttermin bei einem ausgebildeten Maurer während eines schweren Gewittersturms in einem zweimal ausgemusterten Aeroflot-Jet an der afghanischen Grenze.

Bis zum Spielbeginn hätte ich den Holländern den Titel gegönnt, weil sie ja quasi nebenan wohnen, noch nichts Wichtiges gewonnen haben und weil Robben geschützt gehören. Leider kann das Nebenanwohnen aber nicht über das Danebenbenehmen hinwegtrösten, so dass ich nach dem Arschlochfoul (ist doch so!) von de Jong flugs umschwenkte und fortan den Spaniern meine Aufwartung machte. Und hätten sie den Teil mit der „Wartung“ nicht so dermaßen missverstanden, wäre das Ding vielleicht schon in der regulären Spielzeit geritzt gewesen. So mussten wir 116 Minuten des Hauens und Stechens ertragen, bis endlich das erlösende Tor fiel. Weiterlesen

Projekt: Wir sind Ananas. Vierundzwanzigster Spieltag.

Wer nun aber damit gerechnet hatte, dass DIESES deutsche Team die Urus selbst ohne Betreten des Platzes wegpustet, der hat sich maßgeblich geirrt. In Wahrheit hat die Mischpoke der Werhatnochnichtwerwillnochmals eher ein bisschen Glück gehabt, dass sich der schöne Diego nicht noch öfter in die Nähe des Butts vorkämpfen konnte.

Aber vielleicht waren WIR auch einfach bockig und wollten die Ananas nicht. Gewonnen haben wir sie am Ende dennoch. Weil der Thomas und der Joachim auch mal dem Marcell und dem Sami das Toreschießen erlaubt haben. Dem Stefan hätten sie den Spaß auch gegönnt, aber der konnte nur Latte.

Nun ist das deutsche WM Gezauber also vorbei und während unsere Jungs aus ihrer Ananas vermutlich bereits eine leckere Pina Colada zubereitet haben, müssen die Holländer und Spanier heute noch mal ran.

Uruguay gegen Deutschland

Zwei : Drei

Projekt: Wir sind Weltmeister. Irgendwann. Dreiundzwanzigster Spieltag.

Das Tal der Tränen liegt irgendwo hinter dem Kap der guten Hoffnung. Dorthin war ich ein paar Tage verreist. Es ist ein trostloses, ein tiefes Tal. Ist man einmal drin, hat man große Mühe wieder herauszukommen. Es war ein ziemliches Gedränge im Tal der Tränen. Halb Deutschland tummelte sich dort. Vereint in ein und demselben leeren Gesichtsausdruck. Verloren. Rausgeflogen. Ausgeträumt. Weiterlesen

Projekt: Aber gegen wen denn? Zweiundzwanzigster Spieltag.

Das mit den Holländern ist ja schon seit Längerem so eine Sache. Man hasst sie aus Gründen und Prinzip und liebt sie doch gleichermaßen, da sie schlussendlich Nachbarn sind und nicht die schlechtesten, wie man fairerweise sagen muss. Was auf der anderen Seite die Guays betrifft, hat in unseren Gefilden kaum jemand eine dezidierte Meinung, höchstens vielleicht die zwei drei Globetrotter, die im Rahmen ihrer Selbstverwirklichung Mittel- und Südamerika intensivst bereist haben und deshalb Bescheid wissen, wo bei den Paras und den Urus der Hase lang läuft.

Nach dem ersten Halbfinale jedenfalls kann das uruguayische Häschen nun wieder in Ruhe in der Grube sitzen und schlafen, denn gegen van Bronckhorst, Sneijder und Robben hatte selbst der schöne Diego am Ende keine Chance. Holland ist im Finale und alleine schon deswegen müssen WIR nachziehen.

Uruguay gegen Niederlande

Zwei : Drei

Projekt: Wir sind Halbfinale. Einundzwanzigster Spieltag.

Prolog: 1954, 1974, 1990, … Wäre das ein Intelligenztest und ich müsste die Zahlenreihe fortsetzen, dann wüsste ich genau, was da zu stehen hat. Mehr sag‘ ich dazu ohne meinen Anwalt nicht.

Angesichts dessen, was sich da neuerdings auf den deutsch bespielten Fußballplätzen Südafrikas abspielt, komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. In der Vorrunde fing es mit Australien ja schon so komisch an, aber die Spiele gegen Serbien und gegen Ghana holten uns dann alle wieder halbwegs in die Realität zurück. Weiterlesen

Projekt: Brasilien sieht Orange. Zwanzigster Spieltag.

Da haben es unsere freundlichen niederländischen Nachbarn doch tatsächlich geschafft, den 117maligen Weltmeister im Viertelfinale aus dem Turnier zu schmeissen. Damit hatte in Brasilien wohl niemand gerechnet und in Holland erst recht nicht. Dass Oranje dabei ein brasilianisches Eigentor durch Felipe Melo ein bisschen half, halte ich für ein kesses Augenzwinkern des Schicksals, zumal das zweite Tor zeigte, dass die Niederländer die brasilianische Schützenhilfe gar nicht brauchten. Weiterlesen

Projekt: …und Ronaldo weint. Neunzehnter Spieltag.

Das Leben ist nicht immer fair. Auch nicht beim Fußball. Nicht mal beim Zuschauen. Denn wenn man sich bei einer rasanten Partie, die man vielleicht zwischen Argentinien und Spanien erwarten würde, in jeder einzelnen Minuten wünscht, dass sie mindestens bis zum Elfmeterschießen andauert, so wünscht man sich gleichermaßen von einer weniger prickelnden Partie, dass der Schiedsrichter das Spiel bereits zum Ende der ersten Halbzeit spontan ganz abpfeift. Weiterlesen