Mehr als Smørrebrød, Poffertjes und Porridge: Jungsmode aus Drumherumland

IMG_0583Als Jungsmama hat man vor allem ein „(Luxus)Problem“: Für Mädchen gibt es viel schönere Anziehsachen und noch dazu viel mehr Auswahl. Dass ich beim Anblick einer Klamotte für den kleinen Herrn ein lautes „Jö“ ausstoße passiert hingegen äußerst selten. Manchmal passiert es aber doch und weil das so selten der Fall ist und es anderen Jungsmamas möglicherweise ganz genau so geht, teile ich meine „Jö-Momente“ natürlich gerne.*

Beginnen wir unsere kleine Reise in den Niederlanden und fangen mit HEMA an. Die Kindersachen der holländischen Warenhauskette sind in eingefleischten Mama-Kreisen zwar schon lange ein Insidertipp, aber weil die Sachen wirklich schön und noch dazu preislich ok sind, dürfen sie auch in meiner Empfehlungsliste nicht fehlen. Das Problem bei HEMA: Es gibt zwar in einigen wenigen deutschen Städten Filialen, aber im Wesentlichen findet HEMA in Holland (und Belgien) statt. Das macht die Beschaffung etwas „tricky“, aber man kann das Shopping mit einem Trip an die Nordsee verbinden, Freunde und Bekannte aus dem Grenzgebiet einbinden (ich selbst habe glücklicherweise eine liebe Tante in Belgien, über die ich meine HEMA-Bestellungen loswerden kann) oder einfach unter dem Stichwort „HEMA“ bei Ebay oder Mamikreisel nach Angeboten Ausschau halten. Die Qualität der Sachen ist in der Regel so gut, dass man sie guten Gewissens auch aus zweiter Hand kaufen kann. Und der HEMA-Stil hat Wiedererkennungswert: Als ich neulich mit dem kleinen Herrn in einem HEMA-Body auf dem Spielplatz war, wurde ich gleich von mehreren mir unbekannten Müttern darauf angesprochen und sie alle ahnten, dass HEMA im Spiel war.

Weiter geht es nach Dänemark zu Smafolk. Bis zu dem Zeitpunkt als ich während einer kleinen innerstädtischen Radtour per (glücklichem) Zufall an einem Geschäft für skandinavische Kindermode vorbeikam, das ich natürlich umgehend entern musste, hatte ich von Smafolk noch nichts gehört. Im Laden gingen mir dann die Augen über und das Portemonnaie auf. Hätte nicht der Mann samt kleinem Herrn draußen gewartet und wären wir nicht eigentlich in der Mission „Eisdiele“ unterwegs gewesen, das Ganze hätte noch böse enden können. Denn die Sachen sind leider nicht nur bezaubernd, sondern auch nicht ganz günstig (also für Kindersachen, die man ja bekanntlich am Ende nicht lange nutzt.) Dennoch: Ein Jäckchen (im Bilde!) durfte (bisher) mit nach Hause kommen und freut sich darauf, dem kleinen Herrn ab Herbst/Winter treue Dienste zu leisten.

Auch die Briten lassen sich in Sachen Kindermode nicht lumpen, habe ich herausgefunden. Mir sind da z.B. die Sachen von Olive & Moss gleich ins Auge gesprungen. Weil sie einen hohen Niedlichkeitsfaktor haben, ohne (mir) zu kitschig zu sein. Ich habe da nämlich dieses Bärchentrauma, aber das nur am Rande. Bei uns gab es „Louis the lion“ als Sweater – mit richtigen Ohren, an denen sich hervorragend Schnullerketten anknipsen lassen

Nun habe ich Euch ein paar meiner babymodischen „Geheimnisse“ verraten. Jetzt seid Ihr dran :)

*(Dass alle von mir genannten Anbieter AUCH hinreißende Mädchensachen haben muss ich nicht erwähnen, oder?). 

Lektüre im ersten Lebensjahr

Ähnlich wie für Schwangerschaft, gibt es auch für den Start ins Leben mit Kind zahlreiche Bücher, die einem von Freunden empfohlen werden, die man geschenkt bekommt oder über die man einfach so stolpert. Viele davon sind angeblich Klassiker, die in keinem Elternhaushalt fehlen dürfen.

Da ich ein großer Fan von Büchern bin und mir durch die einschlägige Literatur Orientierung in meinem neuen Leben erhoffte, ergab ich mich gerne dem Sammeltrieb und begann, Bücher „rund ums Baby“ zu horten.

Gestehen muss ich gleich, dass ich in einige davon nur einmal schaute und dass andere bisher gänzlich unbeachtet blieben. Ein paar jedoch, nehme ich seit der kleine Herr da ist, immer wieder zur Hand. Welche das sind, möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten. (Auch meine persönlichen Flops will ich mit Euch teilen, vielleicht kann ich Euch ja vor einem Fehlkauf bewahren, wobei das ja gerade bei Büchern wirklich oft Geschmacksache ist.)

TOP

Das Baby-Buch, das ich bisher mit Abstand am häufigsten in der Hand hatte ist Babyjahre von Remo H. Largo. (Piper, 12,99 €). Obwohl Babyjahre wohl wirklich DER Klassiker ist, hat es doch ein paar Monate gedauert, bis ich darüber gestolpert bin.

Babyjahre von Remo Largo
Im Prinzip hat Largo zwar ein Erziehungsbuch geschrieben, aber über diesen Aspekt habe ich von Anfang an großzügig hinweg gesehen. Viel interessanter als die Ratschläge, was man wann wie machen kann, um das Kind in seiner Entwicklung bestmöglich zu fördern, fand ich die Übersicht über die verschiedenen Entwicklungsschritte, die Largo nicht nur nach Altersgruppen sondern auch nach Themengebieten (z.B. Motorik, Schlafverhalten, Essen und Trinken, etc.) ordnet. Untermauert von vielen statistischen Daten, findet man hier einen guten Überblick, wann grob (!) welche Entwicklungsschritte anstehen und in welcher Reihenfolge sie sich in der Regel vollziehen. Da jedes Kind in seiner Entwicklung einzigartig ist, sollte man solche Bücher jedoch weder als Checkliste („been there, done that, got the T-shirt“) noch als Rechtfertigung für das große Mütterduell („Mein Kind kann schon _ _ _ , Deins etwa noch nicht?“) sehen. Auch wenn mein kleiner Herr in vielerlei Hinsicht anders war, als das von Largo beschriebene Durchschnittskind, hat mir das Buch schon jetzt das oft geholfen, anhand von kleinen Indizien festzumachen, was der kleine Herr wohl als nächstes entwicklungstechnisch ausheckt. Und es hat mir geholfen, den Kleinen ein bisschen besser zu verstehen. Allein dafür hat Babyjahre meiner Meinung nach schon mindestens eine Goldmedaille verdient.

Etwas weniger wissenschaftlich, aber nicht weniger hilfreich ist Papas heimlicher Favorit:  Das Baby: Inbetriebnahme, Wartung und Instandhaltung. (Sansoussi, 12,90 €)

Das Baby: Inbetriebnahme, Wartung und Instandhaltung.

Auch wenn das Buch sowohl im Titel als auch in er Aufmachung zunächst mehr wie ein Scherzartikel daher kommt, gelingt es ihm doch, in kompakter und unterhaltsamer Form wichtiges Wissen zu vermitteln. Wer das Buch aufmerksam studiert, hat – auch dank der zahlreichen tollen Illustrationen – am Ende einen ziemlich guten Überblick, wie der Neuankömmling richtig zu warten, aufzubewahren und zu versorgen ist. Und da die Lektüre wirklich kurzweilig ist und man viel Gelegenheit zum Schmunzeln bekommt, finde ich das Buch wirklich empfehlenswert.

FLOP

Ein Buch, an dem man wohl auch nicht vorbei kommt, wenn man die (Baby-)Welt nicht versteht und sich ratsuchend an Google wendet, ist Oje, ich wachse. (Goldmann, 10,99 €).

Oje, ich wachse

Der kleiner Herr hat in den ersten Monaten doch sehr viel geweint und ich wusste oft nicht mehr ein und aus und da war ich nur froh, dass im Internet von vielen Leuten behauptet wurde, dass das Buch mir die ersehnten Antworten geben könnte. Anfangs habe ich das Buch recht oft in der Hand gehabt und mit viel Hin- und Herrechnen haben die bemerkbaren Veränderungen sich auch irgendwie der Schubtheorie der Autoren zuordnen lassen. Wirklich geholfen hat mir das aber dennoch nicht – vielleicht hatte ich mir aber auch einfach zu viel erhofft. Die Checklisten am Ende eines jeden Schubes fand ich sogar mehr als merkwürdig: Was wenn hier nicht genügend Häkchen setzen kann? Muss ich mir dann (neben allem anderen) am Ende noch Sorgen um die zeitgemäße Entwicklung meines Kindes machen? Das wurde mir dann doch zu viel und ich fand auch nicht, dass die Kapitel inhaltlich viel zu bieten hatten und dass sie sich zu großen Teilen wiederholten. Aus meiner Sicht also definitiv kein Kauftipp!

Ein Buch, mit dem ich auch überhaupt nichts anfangen konnte, war Das glücklichste Baby der Welt von Harvey Karp, das dummerweise von allen Seiten sehr gelobt wird. (Goldmann, 9,99 €)

Das glücklichste Baby der Welt

Das Buch richtet sich vor allem an Eltern, die Schwierigkeiten haben, ihr Kind zu beruhigen. Damit traf Karp also zunächst mal bei mir absolut ins Schwarze und auch die persönliche Empfehlung einer anderen „betroffenen“ Mutter machte mir Hoffnung. Laut Karp lässt sich mit seiner „5-S-Methode“ jedes noch so unruhige Kind im Handumdrehen beruhigen und zum Schlafen bringen. Im Einzelnen sind das: Strammes Einwickeln, Seiten-/Bauchlage, Sch-Beruhigungslaut, Schaukeln, Saugen – und zwar in genau dieser Reihenfolge. So sehr ich hoffte, damit mein Problemchen in den Griff zu bekommen, so wenig funktionierte die Methode bei uns.

Es fing damit an, dass weder der kleine Herr noch ich von der Idee des Puckens sonderlich angetan waren. Dass das wohl am Anfang „normal“ ist, half mir nicht. Der Zwerg weinte und genau das wollte ich ja eigentlich verhindern. Und dann diese Seiten-/Bauchlage-Geschichte. Ich hatte Angst vor SIDS und Karp empfahl genau das zu tun, was ich wegen SIDS eigentlich nicht tun sollte. Schwierig. Mit meinen verzweifelten Sch-Lauten drang ich ohnehin nie zu meinem weinenden Baby durch. Schaukeln half, saugen auch, aber beides immer nur für den Moment.

Vielleicht glaubte ich nicht genug an Karps-Methode, vielleicht behagte mir einfach auch dieses Gefühl das Kind „abstellen“ zu können nicht so richtig. Jedenfalls schaffte es das Buch nur auf meine Flop-Liste.

Vielleicht habt ja auch Ihr einen Buchtipp fürs erste Lebensjahr, den Ihr unbedingt weitergeben möchtet oder möchtet andere vor einem Fehlkauf bewahren. Ich freue mich über jeden Tipp und jede „Warnung“!

Babybilder, die göttlicher nicht sein könnten

DSC_2806bDie ersten „richtigen“ Fotos vom Baby (und dem Rest der Familie), die nicht eilig mit der Handykamera oder vom hobbyfotografierenden Vater gemacht wurden – für mich war das ein echter Meilenstein! Denn zumeist sind es diese Fotos, die man verwendet, um dem Rest der Welt das kleine, große Glück zu präsentieren. Man nutzt sie für Geburtsanzeigen, Weihnachtskarten (wenn zufällig gerade Weihnachten ist) und für die wunderbare Erfindung Fotobuch.

Nun gibt es in Städten wie München mindestens so viele Fotografen wie Apotheken. Und davon gibt es wirklich eine Menge hier. Wie man da unter normalen Umständen jemanden finden soll, dem man sein Baby für dieses wichtige Shooting anvertrauen möchte, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft. Vor allem weil ein Baby im Allgemeinen nicht einfach so mitspielt, nur weil man ein paar hübsche Fotos von ihm machen möchte.

Zum Glück musste ich weder die gelben Seiten noch Google bemühen, um die Fotografin meines Vertrauens zu finden. Denn ich wusste, wen ich fragen würde, noch bevor ich wusste, dass ich schwanger bin: Anette Göttlicher von göttlicher fotografieren.

Anette Göttlicher - Foto 1

logo_goettlicherfotografieren

Ich weiß nicht, welches ihrer vielen Talente wohl am weitesten ausgeprägt ist, denn eigentlich ist Anette Schriftstellerin (!), aber in die von ihr geschossenen Kinderfotos bin ich schon seit langem verliebt und ich freue mich jedes Mal wie ein Schneemann, wenn es auf ihrer Facebook-Seite Nachschub gibt.

Anette Göttlicher - Foto 3

Wer sonst hätte also den kleinen Herrn fotografieren können? Anette kam zu uns nach Hause und fotografierte einfach los. Sie war kein Eindringling, kein Beobachter von außen, eher ein Teil des Ganzen. Ich habe den kleinen Herrn nie zuvor so lange am Stück lächeln sehen – Anette und das Klicken der Kamera haben ihn total fasziniert. Und so sind einfach wundervolle Fotos dabei herausgekommen, die Anette wahnsinnig schnell bearbeitet und ausgeliefert hat und die wirklich jeden Cent wert waren. Wow, was waren und sind wir stolz auf das Ergebnis!  Für uns wird das sicher nicht das letzte Shooting mit Anette gewesen sein und ich kann sie wirklich jedem empfehlen! (Anette kann übrigens auch Katzen, wie wir entzückt feststellen durften!)

Molly

(Alle hier abgebildeten Fotos stammen von der großartigen Anette Göttlicher! Keines davon zeigt den kleinen Herrn, aber eines davon zeigt eine andere Mitbewohnerin. Vielleicht erratet Ihr es ja.)

Spielzeug für Zwerge (bis sechs Monate)

Mein Sohn hat schon jetzt mehr Spielzeug als er je benutzen kann und ich muss zugeben, das Allermeiste davon sogar selbst angeschleppt zu haben. Früher habe ich exzessiv Schuhe und Handtaschen gekauft, heute sind es eben Dinge fürs Kind. Von den vielen niedlichen Spielzeugen, die der Zwerg schon besitzt, gibt es jedoch nur eine Hand voll, die ihn in seinen ersten sechs Lebensmonaten überhaupt länger als fünf Minuten interessiert haben.

In den ersten drei Monaten wäre der Zwerg vermutlich auch ohne eigenes Spielzeug gut ausgekommen. Zwar hatte er einen voll ausgestatteten Laufstall mit Mobile und anderem Schnickschnack, aber im Nachhinein betrachtet, war das von allem Guten viel zu viel und es hat ihn eher unruhig gemacht als unterhalten. Auch wenn das Warten schwer fällt – am Anfang scheint mir weniger mehr zu sein. Allenfalls ein gewisses Seidenpüppchen, das eigentlich nur eine Beigabe in einem Paket mit stadelmann’scher Babykosmetik war, darf hier nicht unerwähnt bleiben, denn das ist  war zum Kuscheln von Anfang an und bis heute ein gern gesehener Gast.*

1. Püppi, das Seidenpüppchen 

Foto: Bahnhof-Apotheke Kempten

Etwa seit dem vierten Monat (so ganz genau weiß ich es jetzt auch nicht mehr), interessiert sich der Sohn nun sehr für Dinge.  Das können übrigens auch Haushaltsgegenstände sein wie zum Beispiel ein Schneebesen und eine Suppenkelle. Aber natürlich auch konventionelles Spielzeug. Und das sind bisher die Renner in seiner Spielzeugkiste:

2. Sein Spielbogen

Spielbogen

Eigentlich ist die Sache mit dem Spielbogen (neudeutsch: Activity Center) nicht wirklich ein Geheimtipp. Ich kenne wenige Babyhaushalte, in denen es keinen gibt. Die Anschaffung lohnt sich wirklich, auch wenn es eine Weile dauern kann, bis der Nachwuchs beginnt, sich mit dem guten Stück zu beschäftigen und ihn dann auch nicht unbedingt so nutzt, wie er eigentlich genutzt werden sollte. Wir haben einen den Sandmann von Heimess (weil Holzspielzeug ja eh gut ist) und das Rainforest Activity Center von Fisher Price (weil den Zwergen das ganze Ökozeugs meistens schnuppe ist und sie stattdessen bunt, schrill und laut mögen.)

3. Der Steh-auf-Clown

Laut Hersteller ist der Clown zwar erst für Kinder ab sechs Monaten gedacht, aber seit der junge Herr bei der Physiotherapie einmal mit dem dortigen Exemplar spielen durfte und es mit strahlenden Augen tat, war klar, dass eine Begehrlichkeit geweckt war. Und weil ich den kleinen Mann so gerne mit strahlenden Augen sehe, organisierte ich ihm schleunigst seinen eigenen Steh-auf-Clown, den er wirklich heiß und innig liebt.

Nicht nur, dass der Clown ein so unglaublich freundliches Gesicht hat, dass man ihn einfach mögen muss, man muss seinem Kopf nur einen kleinen Schubs geben und er dreht sich um 360 Grad. In seinem dicken Leib bimmelt ein Glöckchen (Babys lieben Glöckchen!) und wenn man ihn umstößt, steht er fröhlich wieder auf.

Clown

4. Greiflinge

Das bisher „wertvollste“ Spielzeug in unserer Sammlung sind mit Abstand die Greifbälle, die bereits für die ersten   noch etwas ungelenken Greifversuche toll sind und den Zwerg seitdem durch die Weiterentwicklung seiner Greiftechnik begleiten. Da die ersten Versuche eben noch ein wenig wackelig sind, habe ich zunächst dem Oball den Vorzug gegeben, weil er leichter zu heben ist und es dem Kleinen nicht weh tut, wenn er ihn versehentlich fallen lässt oder ihn sich im Eifer des Gefechts vor den Kopf haut. Weil der Ball sich so leicht greifen lässt, gab es schnell erste Erfolgserlebnisse und schon bald konnte er den Ball mit beiden Händen greifen. Etwa zu dem Zeitpunkt habe ich den Skwisch eingeführt. Auch der ist nicht wirklich schwer und wird vermutlich keine ernsthaften Verletzungen hervorrufen, aber da Holzkugeln verarbeitet wurden, wollte ich dennoch lieber warten, bis der Zwerg eine gewisse Greifreife erreicht hat. Der Skwisch ist wirklich toll, denn zum einen fördert er das beidseitige greifen mit dem Händen, zum anderen lassen sich auch die Füße prima mit einbauen. Er ist flexibel, kann zusammengedrückt und auseinander gezogen werden. Bisher steht der Skwisch damit auf meinem persönlichen Spielzeug-Siegertreppchen ganz oben und der Sohnemann sieht das ähnlich.

Greiflinge

5. Sophie, die Giraffe

Sie ist ein Klassiker und daher muss man sie vielleicht gar nicht erwähnen, aber wir beide mögen die quietschige Kautschukgiraffe Sophie wirklich sehr – insbesondere seit das in den Mund nehmen von Dingen für den kleinen Herrn das Allergrößte ist. Leider mussten wir unsere Sophie gleich zweimal kaufen, da die erste zu der zurückgerufenen Charge gehörte. Bereut haben wir es aber noch keinen Tag!

Sophie

Natürlich hat der kleine Mann auch an vielen anderen Spielzeugen aus seiner Kiste Spaß, aber bei den hier genannten scheint mir der Spaß bisher am nachhaltigsten zu sein und daher möchten wir sie Euch ans Herz legen. Natürlich freuen wir uns auch auf Eure Spielzeugtipps – gerne auch für die nächsten sechs Monate!

*Besagtes Seidenpüppchen scheint vor ein paar Tagen verlustig gegangen zu sein. Wir sollten den Mantel des Schweigens darüber ausbreiten.

Kinderliedgut

FlöreWeil man während der Schwangerschaft eine Menge Zeit hat, sich Gedanken über Dinge zu machen, kommt man – unter Umständen – irgendwann an den Punkt, sich zu fragen, was man dem Kind so alles mit auf dem Weg geben möchte. Jedenfalls war das bei uns so. Erstaunlich schnell waren wir uns einig, dass das Kind Musik großartig finden muss darf. Also musste eine ordentliche musikalische Früherziehung her. Um diesem Beschluss Nachdruck zu verleihen, mussten zunächst Instrumente her. Denn das Kind soll natürlich Instrumente als einen natürlichen Bestandteil seines Umfeldes kennenlernen. Da wir für ein Klavier keinen Platz und keine Ahnung haben, kauften wir das, was wir bedienen konnten: der Mann eine Gitarre (gut), ich eine Blockflöte (mäßig gut, aber hingebungsvoll).

Kaum war das Neugeborene zuhause, wurde die Klampfe gezückt. Die Flöte haben wir ihm freundlicherweise erst einmal erspart. Wir waren motiviert bis in die Haarspitzen. Das Baby war unbeeindruckt bis genervt. Wir sahen also ein, dass das Baby in die Rockmusik erst noch hinein wachsen muss.

Also kaufte ich Kinderliederbücher. Und stellte fest, dass ich die Lyrics noch verdammt gut drauf hatte, aber mit den Melodien zu kämpfen hatte. Zwar kann ich Noten lesen. Aber ich kann sie nicht ohne Hilfe singen. Das war also fürs Erste auch keine Lösung.

Die Mission aber blieb. Und da wir aus Gründen für jedes legale Beruhigungsmittel dankbar waren, stöberte ich bei iTunes nach fertigen Kinderliedern und stieß auf viel Spreu und ein klitzekleines bisschen Weizen. Ich kann von Kindern gesungene Kinderlieder nicht ausstehen und wollte mein Schicksal auch nicht allein in die Hände von Rolf Zuckowski legen. Glücklicherweise musste ich das auch nicht, denn ich fand eine Platte (nennt man das noch so?) mit Kinderliedern von einer gewissen Jonina. Und auch wenn ich keine Ahnung habe, wer die Dame ist, überzeugten mich sowohl die Liedauswahl als auch der Gesang.

Jonina

Seit ziemlich genau sechs Monaten geht „Jonina“ bei uns täglich ein und aus. Ich bin immer noch nicht genervt, der Knirps lächelt (Lieblingslied: Ging ein Weiblein Nüsse schütteln) und sogar der Mann summt und wippt mit.

Wenn Ihr Eurer Kind also auch musikalisch früherziehen wollt. Oder aber auch nur einfach so nach schöner Musik für Kinder sucht: Jonina geht wirklich sehr gut!

Die Renner auf dem Gabentisch

Es ist wirklich ganz erstaunlich (und an dieser Stelle noch mal meinen ganz herzlichen Dank an alle Beteiligten!), wie viele bezaubernde Präsente man zur Geburt eines Kindes aus allen Winkeln der Welt erhält. Hätte ich das Ausmaß des Beschenktwerdens vorher auch nur ansatzweise geahnt, hätte ich meine eigenen Einkäufe wohl deutlich reduziert oder mich auf typische Nicht-Geschenke konzentriert. Für alle Mütter, die noch im werden sind, hier eine kurze Liste der beliebtesten Geschenke für (m)einen Jungen. Von diesen Dingen solltet Ihr einfach im Vorfeld nicht zu viele kaufen! (Die Platzvergabe erfolgte nach rein quantitativen Kriterien.)

Platz 1: Kuscheltiere

Ob in den zahlreichen Paketen, die nach der Geburt auf dem Postweg bei eintrudelten oder aber in den selbst von lieben Besuchern vorbeigebrachten Päckchen: das Kuscheltier dominierte das Geschenkefeld mit beträchtlichem Abstand. Insgesamt sind seit der Geburt rund 15 geschenkte und mindestens fünf selbst gekaufte Kuschelwesen bei uns eingezogen. Und eines reizender als das andere! Insgeheim hegt wohl jeder Kuscheltierschenker (so wie wir auch) die heimliche Hoffnung, dass der Beschenkte genausein Kuscheltier zum besten Freund kürt. Ein schöner Wunsch, denn dieser erste beste Freund bleibt meistens ein Freund fürs Leben. (In meinem Schrank wohnt ein zerfledderter alter Affe, den mir im zarten Alter von zwei Jahren die Tante schenkte. Und zerfleddert ist er nur, weil ich nichts auf der Welt so sehr liebte wie ihn.) Während sich der Beschenkte selbst der Großartigkeit dieses Freundeskreises noch nicht bewusst ist und sich momentan noch am liebsten mit einem schlichten Seidenpüppchen rumtreibt, gerät die Mama täglich aufs Neue in Verzückung. Versteht sich von selbst, dass sie mit dem Papa eine Wette laufen hat, wer am Ende das Rennen machen wird. Was denkt Ihr?

Platz 2: Babykleidung, gerne in Größe 68

Während ich auf die Sache mit den Kuscheltieren noch hätte selbst kommen können, war ich wirklich erstaunt über die viele Babykleidung, die wir für den Zwerg geschenkt bekommen haben. Ich selbst traue mich nicht, anderen Leuten Kleidung für ihr Baby zu schenken, weil ich viel zu viel Sorge hätte, geschmacklich meilenweit daneben zu liegen. Ich hatte eigentlich keinen Masterplan für das Styling meines Sohnes, aber nach Möglichkeit wollte ich auf Bärchenmotive und auf Kleidung mit Öhrchen verzichten. Natürlich lagen am Ende sowohl Bären als auch Ohren auf dem Gabentisch, denn Geschmäcker sind nun mal verschieden, aber MEIN SOHN sieht auch darin einfach nur hinreißend aus. Und der wirklich größte Teil der Kleidung, die wir bekommen haben, hat unseren Geschmack voll getroffen. Etwas verwundert bin ich jedoch nach wie vor, dass wir die meiste Kleidung in Größe 68 bekommen haben. Verharren die Kinder beim Wachsen in dieser Stufe vielleicht länger als in anderen?

Platz 3: (Selbstgemachte!) Kissen und Decken  

Wirklich ganz besonders gefreut habe ich mich über die vielen selbst gemachten Kissen und Decken, die wir bekommen haben. Ich bin ja in Sachen Handarbeiten selbst nicht so weit vorn und fand es einfach nur herzallerliebst, wie viel Mühe sich die Menschen für uns gegeben haben.

Der Mutter-Kind-Blumenstrauß

FotoFrisch gebackene Eltern werden von vielen lieben Menschen mit reizenden Dingen bedacht. Ein Präsent, das mir in besonderer Erinnerung geblieben ist, war ein ganz besonderer Blumenstrauß, der eigentlich aus zwei miteinander verbundenen Sträußen – eine Mutter-/Vater- und einem Kind-Strauß – bestand. Ist eine wirklich süße Idee zur Geburt, die ich mir sicher merken werde!