Mehr als Smørrebrød, Poffertjes und Porridge: Jungsmode aus Drumherumland

IMG_0583Als Jungsmama hat man vor allem ein „(Luxus)Problem“: Für Mädchen gibt es viel schönere Anziehsachen und noch dazu viel mehr Auswahl. Dass ich beim Anblick einer Klamotte für den kleinen Herrn ein lautes „Jö“ ausstoße passiert hingegen äußerst selten. Manchmal passiert es aber doch und weil das so selten der Fall ist und es anderen Jungsmamas möglicherweise ganz genau so geht, teile ich meine „Jö-Momente“ natürlich gerne.*

Beginnen wir unsere kleine Reise in den Niederlanden und fangen mit HEMA an. Die Kindersachen der holländischen Warenhauskette sind in eingefleischten Mama-Kreisen zwar schon lange ein Insidertipp, aber weil die Sachen wirklich schön und noch dazu preislich ok sind, dürfen sie auch in meiner Empfehlungsliste nicht fehlen. Das Problem bei HEMA: Es gibt zwar in einigen wenigen deutschen Städten Filialen, aber im Wesentlichen findet HEMA in Holland (und Belgien) statt. Das macht die Beschaffung etwas „tricky“, aber man kann das Shopping mit einem Trip an die Nordsee verbinden, Freunde und Bekannte aus dem Grenzgebiet einbinden (ich selbst habe glücklicherweise eine liebe Tante in Belgien, über die ich meine HEMA-Bestellungen loswerden kann) oder einfach unter dem Stichwort „HEMA“ bei Ebay oder Mamikreisel nach Angeboten Ausschau halten. Die Qualität der Sachen ist in der Regel so gut, dass man sie guten Gewissens auch aus zweiter Hand kaufen kann. Und der HEMA-Stil hat Wiedererkennungswert: Als ich neulich mit dem kleinen Herrn in einem HEMA-Body auf dem Spielplatz war, wurde ich gleich von mehreren mir unbekannten Müttern darauf angesprochen und sie alle ahnten, dass HEMA im Spiel war.

Weiter geht es nach Dänemark zu Smafolk. Bis zu dem Zeitpunkt als ich während einer kleinen innerstädtischen Radtour per (glücklichem) Zufall an einem Geschäft für skandinavische Kindermode vorbeikam, das ich natürlich umgehend entern musste, hatte ich von Smafolk noch nichts gehört. Im Laden gingen mir dann die Augen über und das Portemonnaie auf. Hätte nicht der Mann samt kleinem Herrn draußen gewartet und wären wir nicht eigentlich in der Mission „Eisdiele“ unterwegs gewesen, das Ganze hätte noch böse enden können. Denn die Sachen sind leider nicht nur bezaubernd, sondern auch nicht ganz günstig (also für Kindersachen, die man ja bekanntlich am Ende nicht lange nutzt.) Dennoch: Ein Jäckchen (im Bilde!) durfte (bisher) mit nach Hause kommen und freut sich darauf, dem kleinen Herrn ab Herbst/Winter treue Dienste zu leisten.

Auch die Briten lassen sich in Sachen Kindermode nicht lumpen, habe ich herausgefunden. Mir sind da z.B. die Sachen von Olive & Moss gleich ins Auge gesprungen. Weil sie einen hohen Niedlichkeitsfaktor haben, ohne (mir) zu kitschig zu sein. Ich habe da nämlich dieses Bärchentrauma, aber das nur am Rande. Bei uns gab es „Louis the lion“ als Sweater – mit richtigen Ohren, an denen sich hervorragend Schnullerketten anknipsen lassen

Nun habe ich Euch ein paar meiner babymodischen „Geheimnisse“ verraten. Jetzt seid Ihr dran :)

*(Dass alle von mir genannten Anbieter AUCH hinreißende Mädchensachen haben muss ich nicht erwähnen, oder?). 

Babykrams: Unendliche Möglichkeiten, endliche Wahrscheinlichkeiten

Konsumgüterindustrie und Einzelhandel hatten schon lange bevor ich „Mama“ sagen konnte entdeckt, dass bei werdenden oder gewordenen Eltern sowie deren Freunden und Anverwandten das Portemonnaie „zum Wohl des Kindes“ vergleichsweise locker sitzt. Das Internet hat die unendlichen Weiten der Babykramversorgung einfach nur noch unendlicher und noch weiter gemacht. Umso erstaunlich finde ich es, dass es eine Hand voll Produkte zu geben scheint, die in fast keinem Babyhaushalt fehlen.

Hier ein paar Dinge, bei denen – nach meiner Beobachtung – der Hab-ich-auch-Faktor besonders hoch ist:

Tücher Dosen

(Nachtrag für Kerstin)

oball

Kommt Euch irgendwas davon bekannt vor? Und welche Dinge haben aus Eurer Erfahrung fast alle Eltern im Repertoire?

 

Tripp Trapp Tuning

IMG_0016Bereits kurz nach der Geburt des kleinen Herrn hat unser Haushalt einen weiteren neuen Mitbewohner bekommen: Den Tripp Trapp von Stokke, der uns nun wohl einige Jahre lang begleiten wird. Wir haben ihn zwar zum Beikoststart zwar schon mit Neugeborenenaufsatz genutzt, aber so richtig frequentiert ist der Stuhl doch erst, seit der kleine Herr sitzen kann. Nun können wir die Mahlzeiten zu dritt am Tisch einnehmen – in vielerlei Hinsicht ein Riesenspaß. Dass der Stuhl direkt am Esstisch steht, hat aber nicht nur Vorteile. Zum einen haben wir einen nicht ganz so unempfindlichen Holztisch, der die unpflegliche Behandlung mit Breien, Wasser und „schweren“ Gegenständen nicht zu schätzen weiß, zum anderen werden Spielsachen und Snacks gerne einfach vom Tisch gewischt. Auch beim Füttern landet gelegentlich mehr auf dem Boden als im Mund.

Stokke bietet als Zubehör für den Tripp Trapp ein Tablett an, das sich mit Saugnäpfen am Tisch befestigen lässt. Damit ließe sich zumindest der Tisch schützen – vorausgesetzt die Saugnäpfe halten auf Holz. Optimal erschien mir das also nicht. Was ein Glück, dass ich beim Surfen auf das „Play Tray“ für den Tripp Trapp gestoßen bin. Nachdem der kleine Herr im Urlaub bei Omi einen Hochstuhl mit integriertem Tisch probesitzen durfte und uns das Prinzip sehr gut gefallen hat, habe ich dann auch gleich zugeschlagen und bin wirklich absolut zufrieden.

Das Play Tray lässt sich in Windeseile auf den Stuhl stecken und ist wegen des erhöhten Randes perfekt für kleine Snacks, aber auch zum Spielen und Malen (später). Wenn etwas auf den Boden soll, verhindert das natürlich auch kein Play Tray, aber es ist doch viel angenehmer nach der Raubtierfütterung schnell den Tisch abzuputzen als auf dem Boden herumzukriechen. Und wenn der kleine Herr am Tisch sitzen soll, nimmt man das Play Tray einfach ab.

Mütterparadies

babyloveViel wichtiger als die Frage, was wir alle gemacht haben, bevor es das Internet gab (wann soll denn das gewesen sein?), erscheint mir aktuell die Frage, was Mütter eigentlich gemacht haben, bevor es Drogeriemärkte dm gab.

Schon vor der Schwangerschaft pflegte ich eine freundschaftliche, aber lose Beziehung zu dm, aber mit dem positiven Schwangerschaftstest wurde daraus eine tiefe und aufrichtige Liebe. Es ja auch kein Zufall sein, dass ich eben jenen Schwangerschaftstest dort gekauft hatte!

Heute ertappe ich mich mindestens zweimal die Woche, gerne auch häufiger dabei, wie ich meinen Kinderwagen vorbei an Make-up und Shampoo, Haferflocken und Waschmittel zielgerichtet in die Babyabteilung des dm-Marktes meines Vertrauens steuere. Denn es gibt da DEUTLICHE Unterschiede. Wickeltische mit kostenlosen Windeln haben zum Beispiel alle Filialen, die ich kenne. Aber die Babyklamotten, die gibt es noch lange nicht überall. Und in meiner derzeit favorisierten Filiale gibt es sogar eine Kinderspielecke. Nicht, dass wir damit schon was anfangen können, aber es geht doch um das Gesamtgefüge. Eine Spielecke ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal!

Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass es in „meinem“ dm-Markt von Müttern mit Kinderwagen nur so wimmelt. (Die Spielecke ist meistens leer, da die Kinder alle noch zu klein sind, aber es geht eben ums Prinzip.) Fehlt eigentlich nur noch die Kaffeeecke, in der mir und meinesgleichen frischer latte macchiato serviert wird.

dm überzeugt aber nicht nur durch die gute Infrastruktur, sondern auch durch die große Auswahl an allem Möglichen. Ich kenne kein anderes Geschäft, das so viele verschiedene Babymilch- und Breisorten anbietet – und das auch noch zu angenehmen Preisen. Dasselbe gilt für Schnuller und Babyflaschen – neben der Hausmarke „Babylove“ sind auch alle anderen namhaften Hersteller vertreten. Insbesondere bei Schnullern gerate ich daher regelmäßig in den Kaufrausch. (Ich liebe übrigens die symmetrischen von MAM).

Nicht nur bei der Versorgung sondern auch bei der Entsorgung steht mir dm beiseite. Ich gehöre zu den Warmwassermüttern, die zuhause auf Feuchttücher ganz verzichten. Stattdessen nehme ich eine Schüssel mit warmem Wasser und Babylove Wattepads und Einmalwaschlappen und der Po wird wieder wie neu. Klar, dass das Ganze auf der Einmalwickelunterlage von Babylove stattfindet, die sich sowieso gerade auf einem Eroberungsfeldzug durch die deutsche Wickellandschaft befindet. Gerade am Anfang, wo das Öffnen der Windel zur impulsiven Entleerung führte, wäre ich ohne diese Dinge wirklich aufgesch(m)issen gewesen. Einzig mit den Babylove-Windeln mag ich mich nicht so anfreunden – die sind mir viel zu starr und dick.

Dass man mit dem babybonus-Programm von dm schon während der Schwangerschaft mit Geschenken und Coupons überhäuft wird, sollte auch nicht unerwähnt bleiben. Und überhaupt – als Mama fühle ich mich mit meinem Kinderwagen dort wirklich gemocht, was ich von wenigen anderen Geschäften behaupten kann.

Anfangs habe ich die dm-Produkte über einen in Misskredit geratenen digitalen Gemischtwarenladen bezogen, aber davon mal abgesehen, dass man die ja nicht unterstützen darf, waren die Sachen dort viel teurer und mir ist das ganze schöne Einkaufserlebnis abhanden gekommen. Dafür sprach eigentlich nur, dass ich gleich ganz viel auf einmal bestellen konnte. Als Bugaboo-Fahrerin wird man ja ansonsten gezwungen maximal bedarfsgerecht einzukaufen. Aber wie gesagt: Ich bin ohnehin viel lieber live vor Ort.

Und ja: Rossmann gibt sich mit „Babydream“ auch ein bisschen Mühe, aber mit der „Hier bin ich Mensch, hier kauf ich ein“-Attitüde hat dm bei mir eindeutig die Nase vorn.

Und Ihr so?

(P.S. Ich werde hierfür nicht von dm bezahlt. Schade eigentlich.)

Erstausstattung: Zu viel und zu wenig

spucktücherErstaustattung, auch so ein Thema!

Man findet Erstaustattungslisten in jedem Schwangerschaftsbuch und auf zahlreichen Internetseiten. Hinzu kommen die gut gemeinten Tipps sämtlicher Mütter im Umfeld, seien sie 20 oder 90. Und weil man von allen Seiten mit so vielen Empfehlungen bespielt wird, nimmt man sie irgendwann an – und wenn es um des lieben Friedens willen ist. Und was soll ich sagen? (Weil) oder obwohl ich auf Listen und Ratschläge hörte, war meine Wickelkommode am Anfang nicht wirklich gut ausgestattet. Es gab Dinge, die ich nie brauchte. Und dann gab es Dinge nicht (oder zu wenig), die ich ganz dringend gebraucht hätte. Und da es auf einen Ratgeber mehr oder weniger nun auch nicht mehr ankommt, nachfolgend mein Senf zum Thema:

Kleidung

Egal, was die Ratgeber und Leute sagen: Besorgt Euch genügend kleine Sachen (Gr. 56). Ob diese geliehen, getauscht oder gekauft sind ist völlig wurscht. Das deutsche Durchschnittsbaby (ca. 50 cm / ca. 3.500 gr) verdoppelt seine Größe und sein Gewicht nicht binnen kürzester Zeit. Und an den ganz besonderen Tagen muss man so ein Outfit auch zwei bis drei Mal von Kopf bis Fuß erneuern.

Obwohl ich mich klamottentechnisch auch durch die großzügige Leihgabe einer lieben Freundin wirklich gut ausgestattet wähnte, musste ich schnell feststellen, dass es mir in den kleinen Größen an nahezu allem fehlte. Und so musste ich als erstes mal Nachschub ranschaffen, was vom Wochenbett aus mehr Last als Lust ist, selbst wenn man so gerne einkauft wie ich! Ich habe in den ersten Wochen übrigens die „Babyjogginghose“ für mich entdeckt, wohl auch weil ich nach einer Woche Krankenhauskluft eine ausgeprägte Stramplerallergie hatte.

Überhaupt fand und finde ich alles was overallesk daher kommt eher unpraktisch. Man muss das Kind viel zu sehr biegen und zerren, um es da ordentlich hinein zu bekommen. Speziell einige der niedlichen Pyjamas und Spielanzüge erwiesen sich als extrem unpraktisch. Wenn Overall, dann nur so ein Ding, dass man von oben bis unten durchknöpfen kann!

Gerade am Anfang kann man sich eine Menge kleines Gemecker ersparen, wenn man möglichst auf Dinge verzichtet, die über den Kopf gezogen werden. Ich besorgte mir massenweise Knöpf- und Bindebodys und verbannte alle anderen in die hinterste Ecke der Schublade. Das kam dem Zwerg sehr entgegen, der erstmal für eine Weile die Nase von „über den Kopf stülpen“ voll hatte und mir, da man bei Wickelbodys nicht versehentlich die falschen Stellen am Kopf drückt.

Wenn ihr nicht gerade ein total gechilltes Baby habt, dann sind Mützen ohne Kinnband am Anfang nicht zu empfehlen. Einmal kurz im Kinderwagen hin und her gerutscht und die Mütze hängt über den Augen und die Ohren liegen frei. Mein Zwerg hat das dank seines hohen Aktivitätslevels sogar mit gebundenen Mützen geschafft, die einfachen zum Überziehen hatte er binnen Sekunden weg gewigglet.

Winzige Antikratzhandschuhe fand ich übrigens absolut verzichtbar. Auch wenn mir das Konzept vorher schlüssig erschien (und ich brav welche besorgte), habe ich als er dann da war, nicht ein Mal darüber nachgedacht, dem Zwerg die Dinger überzuziehen. Am Anfang habe ich das, was kratzen könnte, einfach ganz vorsichtig abgepiddelt. Und an ganz ängstlichen Tagen habe ich einfach die Ärmel des Bodys ein bisschen über die Hände gezogen. Ich hatte mit den ganzen anderen Schichten und den dazu gehörigen Knöpfchen und Schnürrchen schon genug Gefummel und irgendwie fand ich es auch viel zu schade, diese wunderbaren, kleinen, weichen Händchen nicht nach Belieben halten zu können.

Persönlich fand ich in den ersten Wochen auch Kapuzenjacken und jegliche Art von Shirt eher unpraktisch. Und die Söckchen hielten nur, wenn ich sie über und nicht unter die Hosen zog.

Sonstige Textilien

Spucktücher, Leute, kauft Spucktücher! Ich hatte zu Beginn vier und dachte „boah, ganz schön viele“, heute sind es gut und gerne vier mal so viele und sie sind dennoch meistens alle in der Schmutzwäsche. Ich habe übrigens auch ganz besonders hübsche und handgefertigte Spucklappen gekauft, die nun alle neben den Über-den-Kopf-zieh-Sachen hinten in der Schublade liegen. Nur das gute alte Mull-Spucktuch konnte mich bisher wirklich überzeugen.

Die wasserundurchlässigen Betteinlagen, die ich auch aufgrund irgendeines Tipps gekauft hatte, dienten ausschließlich dazu, den Kinderwagen darauf zu parken, damit das Parkett nicht fies wird. Ins Bett kamen sie genau so wenig wie das hübsche Bettnestchen, das ich gefühlt kurz nach dem ersten Ultraschall gekauft habe.

Vielleicht ist es Euch bei der Erstaustattung ja anders gegangen und ihr habt Euch perfekt ausgerüstet gefühlt. Falls nicht, verratet doch mal, was bei Euch so „im Argen“ lag!

Kleine Helden in Strumpfhosen

strumpfhosenDie Strickstrumpfhose. Ich habe sie bereits als Kind gehasst wie die Pest. Und das zieht sich bis heute durch. Entweder sind die Beine zu kurz, der Schritt hängt zu tief und oben schaut der Hintern raus oder das Ding wirft fiese Falten und geht mir bis unter die Brust. Gerne reiße ich beim Anziehen oder Tragen an allen möglichen und unmöglichen Stellen Löcher hinein. So dass ich immer hoffe, dass ich mich nie vor Leuten entkleiden muss, wenn ich eine Strickstrumpfhose „drunter“ habe.

Da ich gegen die Strickstrumpfhose also schon seit je her einen tiefen Groll hegte, kam ich nicht im Traum auf die Idee, meinem Kind so etwas anzutun. Ein, zwei geliehene Strumpfhosen hatten sich dennoch in meine Erstaustattung verirrt. Zunächst ließ ich sie auch noch links liegen, während der Mann immer öfter beherzt zugriff. Und dann verstand auch ich, dass die schrecklichen Dinger unglaublich praktisch sind, denn sie lösen eine ganze Reihe von Mutterproblemen auf einen Schlag:

  • Das Fußteil ist mit dem Rest der Strumpfhose fest verbunden. Kein (Frei)Strampeln dieser Welt kann daran etwas ändern.
  • Sie liegt zudem so eng an, dass es auch unmöglich ist, sich in Gänze herauszuwinden.
  • Die Strumpfhose ist dehnbar. Sie deckt Babyspeck und Windeln gleichermaßen gut ab. Und lässt sich über verschiedene Größenstufen hinweg nutzen.
  • Für Zuhause gibt es also schlicht kein besseres Beinkleid: die Strumpfhose ist griffig, hält warm und bietet ein Maximum an Bewegungsfreiheit. Die Benoppten unterstützen das Kind gar bei der Fortbewegung.
  • Und wenn es dann raus geht, ist die Strumpfhose stets (aber vor allem im Winter) eine gute Grundlage für den Zwiebellook.

Hinzu kommt:

  • In den ersten drei Jahren sind die Kinder noch zu klein, um sich später an die Strumpfhosen zu erinnern und Fotos kann man verschwinden lassen.
  • Es lässt sich nicht leugnen, dass Babys mit ihren krummen, speckigen Beinchen in Strumpfhosen gleich noch viel putziger aussehen.

Fazit: Eine Erstausstattung ohne Strumpfhose – NIEMALS! (Persönlich bevorzuge ich übrigens das Modell „Ringel“.)

Hallo. Mein Name ist Melanie. Ich fahre Bugaboo.

BugabooNun ist es also heraus. Ich bin eine von „denen“. Und so bin ich zu einem total „cool“ für die, die auch einen fahren und total „uncool“ für die, die die, die einen fahren, sowieso nicht leiden können. Ich habe gelernt, damit zu leben. Mit beidem.

Die Motive, die mich seinerzeit zum Kauf des Bugaboo Cameleon verleitet haben, hätten niederer kaum sein können: Ich fand ihn cool. Es hieß, er passe in eine kleines Auto (wir haben zwar keines, aber das tut hier nichts zur Sache) und es hieß weiter, dass alles andere schlicht nicht in Frage käme. Glücklicherweise habe ich auch noch ein paar Tests ausgegraben, die dem Gefährt ein positives Urteil angedeihen ließen. Und damit war das Ding endgültig geritzt.

Aber da das Prachtstück nun mal total übertrieben teuer ist und der Mann das (mit Recht) überhaupt nicht einsah, musste ich zähneknirschend die Gebrauchtwagen-Karte ziehen, um überhaupt zur Bugabooistin zu werden.

Als er kam – wir hatten ihn in Berlin (wo sonst?) in einem Second-hand-Laden bestellt – , war es schon irgendwie Liebe. Dieser saucoole Jeansbezug – ein Traum! Dass wir beim ersten Mal eine gute Stunde zum Zusammenbauen brauchten, lasse ich hier einfach mal unerwähnt. Irgendwann stand das Ding jedenfalls und wenn man auf das Expertenurteil unserer Katze vertrauen durfte, dann waren sowohl die Wanne, als auch die Aufbewahrungstasche sehr bequem.

Inzwischen fahren wir den Bugaboo seit gut einem halben Jahr und die anfängliche Verliebtheit ist zumindest an der ein oder anderen Stelle einer gewissen Ernüchterung gewichen. Er ist und bleibt ein cooler Kinderwagen, aber es gibt auch das ein oder andere „aber“, das nicht unerwähnt bleiben darf.

Hier also meine persönliche Für-und-Wider-Liste:

Darum liebe ich meinen Bugaboo:

  • In Sachen „Style“ hat Bugaboo meiner Meinung nach die Nase ganz weit vorn. Er ist modern, reduziert, schick. Erstaunlich ist, wie viele merkwürdige Farben lieferbar und im Einsatz sind. Teilweise sogar in ganz unglaublichen Kombinationen. Was den modernen Chic betrifft, wäre der Joolz vielleicht noch eine Alternative, aber der ist weder günstiger noch weniger snobbish. Ein bisschen verliebt bin ich natürlich auch in den Hesba, aber der hat wiederum ganz andere Probleme zu wuppen (Stichwort = Schiff). 
  • Mit den „normalen“ Vorderrädern ist der Wagen ein wahres Wendigkeitswunder. Wenn man etwas geübt ist, kann man damit zudem in der Öffentlichkeit eine tolle Show abziehen. Die starren Winterräder, die bei Münchner Schneeverhältnissen unbedingt erforderlich sind, sind fies und machen das ganze Fahrerlebnis kaputt, das im Winter ohnehin schon getrübt ist.
  • Wenn man einmal verstanden hat, wie der Bursche tickt, dann ist das Auseinander- und Zusammenbauen wirklich ein Kinderspiel. Dafür gibt es sogar ein ganz dickes Plus. Insbesondere die Wanne lässt sich knick-knack abbasteln und rumschleppen, was für mich in vielen Situationen sehr wichtig war.
  • Zudem lässt sich der Bugaboo Cameleon wirklich gut in Autos verstauen, was für Autofahrer ja durchaus von Vorteil sein kann.
  • In der Babyschale liegt das Baby tief und gut vor Wind und Wetter geschützt – auch das nicht unbedingt bei allen Herstellern gegeben.
  • Nachdem bei uns im Haus immer mal wieder der Fahrstuhl ausfällt und ich im siebten Stock wohne, kommt es nicht selten vor, dass der Kinderwagen – samt Kind – die Treppe hochgetragen werden muss. Ein Glück daher, dass das gute Stück vergleichsweise leicht ist.

Und darum verabscheue ich ihn ein kleines bisschen: 

  • Verglichen mit allen anderen mir bekannten Kinderwagen ist der Bugaboo Cameleon extrem niedrig. Zum einen bedeutet das, dass man sich auch als Nichtriese immer sehr stark bücken muss, um ans Kind zu langen, zum anderen, dass man die Schiebestange (keine Ahnung, wie der Fachbegriff hierfür lautet) ausziehen muss, was den Wagen nicht stabiler und das lenken nicht einfacher macht.
  • Der „praktische“ Tragegriff an der Wanne ist nicht wirklich praktisch. Mag sein, dass es an mir liegt, aber ich finde das Gefummel, bis der Griff endlich ab ist, absolut nervtötend. Und nur mit „appem“ Griff lässt sich das Baby wirklich gut in die Wanne hineinlegen und herausholen. Hinzu kommt, dass der Griff einem die Sicht auf das Babyface versperrt und dass er nicht besonders gut mit Kinderwagenketten harmoniert.
  • Am Untergestell ist eine Tasche zum Verstauen von Diesem und Jenem montiert. Im Wannenmodus ist diese Tasche schlicht nicht zu benutzen, weil man gar nicht vernünftig drankommt. Im Buggymodus soll das besser sein, aber das ist nur ein schwacher Trost. Die Plastikschieber an den Gummibändern, die zum Zuziehen der Tasche dienen sind darüber hinaus gemeingefährlich, was man aber vermutlich nicht dem Hersteller anlasten kann. Wenn man sich jedenfalls unglaublich ungeschickt anstellt, können die Dinger blaue Flecken machen.
  • Am Anfang zog der Wagen ständig in eine Richtung. Wir haben das bei der netten Verkäuferin reklamiert und die sagte uns, dass der Wagen was das betrifft sehr empfindlich sei und auf die kleinste „Unregelmäßigkeit“ reagiere. So kann das passieren, wenn die besagte Tasche nicht genau mittig hängt oder mittig beladen ist, wenn die Schiebestange nicht absolut gerade heraus gezogen wurde, wenn die Federung der Vorderräder nicht genau gleich eingestellt wurde, wenn das Kind nicht genau mittig im Wagen liegt oder wenn der Bürgersteig schief ist. Kurz gesprochen: Es grenzt an ein Wunder, wenn er NICHT zu einer Seite zieht.
  • Zu allem Überfluss ist auch ein gebrauchter Bugaboo Cameleon rational betrachtet viel zu teuer.

Würde man mich jetzt fragen, ob ich mit dem Bugaboo Cameleon grundsätzlich unzufrieden bin, würde ich trotz der Widrigkeiten klar „nein“ sagen. Ich weiß seine Vorteile zu schätzen – speziell die Wendigkeit und das einfache Steckprinzip gefallen mir.  Würde man mich aber dann fragen, ob ich ihn wieder kaufen würde, könnte ich das dennoch nicht klar mit „ja“ beantworten. Der perfekte Wagen, den ich mir vorstellte, ist er nicht. Zudem nervt mich das Gewese um den Bugaboo doch ein bisschen (auch wenn ich oben etwas anderes behauptet habe). Welcher Wagen an seiner Stelle stünde, kann ich gerade gar nicht sagen, aber wenn ich mit dem Probeschieben der diversen Modelle meiner Freunde und Bekannten durch bin, sehe ich vielleicht klarer. Freuen würde ich mich natürlich auch über Eure Empfehlungen!

Tauschen, verkaufen oder verschenken

Bildschirmfoto-2013-02-08-um-20.52.58Fast so schnell wie die Schmutzwäschestapel, wächst der Stapel mit Kindersachen, aus denen der Nachwuchs bereits rausgewachsen ist. Oder der Berg mit dem Spielzeug, für das Junior schon „viel zu groß“ ist. Ob abgelegte Kindermode, Spielzeug oder sonstige Babyausstattung. Mamikreisel ist ein Flohmarkt für Mamis (und Papis), auf dem nach Herzenslust getauscht, verkauft und verschenkt werden kann, was man selbst nicht mehr benötigt. Im Mamikreisel-Forum kann man den Austausch zu allem was junge Eltern so bewegt fortsetzen. Inzwischen gibt es sogar eine Mamikreisel-App fürs iPhone oder für Smartphones auf Android Basis!

Kindersachen gebraucht kaufen, gebrauchte Kindersachen verkaufen

Bildschirmfoto-2013-02-08-um-20.46.18Baby- und Kindersachen sind so niedlich! Aber leider reißen solche Anschaffungen oft ein großes Loch ins Portemonnaie und dann wachsen die lieben Kleinen auch noch in Windeseile aus allem heraus. Das ein oder andere neue Teil wird sich kaum eine Mama verkneifen können, aber auch das Angebot an gebrauchten Baby- und Kindersachen kann sich inzwischen sehen lassen. Neben den zahlreichen Baby-Flohmärkten, die lokal von Kindergärten oder sonstigen Einrichtungen angeboten werden und den den Kleinanzeigenforen im Internet, gibt es im Internet Plattformen, die sich auf den privaten An- und Verkauf von gebrauchter Kleidung für die Kleinen spezialisiert haben, wie zum Beispiel Kinderado.