14 Elf-Fragen

Ich habe zwar noch nie nicht ein Stöckchen apportiert und hier abgeworfen, aber wenn die Frau Sero es wirft, dann wälze ich mich dazu auch noch kurz im Dreck und wedle mit dem Schwanz. [Keine Ahnung, wie Ihr jetzt aus dem Gedankengefängnis wieder herauskommt, aber ihr schafft das schon.] Los geht’s also:

Sero frug:

1. Wie hast Du Deinen ersten Kuss Korb erlebt? (receiving)

Ich habe ihn offensichtlich erfolgreich verdrängt.

2. Wie hast Du Deinen ersten Kuss Korb erlebt? (giving)

Ich war sehr minderjährig und mit einem Jungen, der meinen Willstdumitmirgehenjaneinvielleicht-Zettel mit „ja“ beantwortet hatte im Kino. Ich trug eine zitronengelbe Satinbluse und dazu passende Schuhe und wir saßen „Loge“. Irgendwann im Film („Gib Gas – ich will Spaß“?) kniff er mir neckisch in den Po. Ich war entrüstet und machte umgehend Schluss.

3. Wenn Du nochmal zurück könntest, worum würdest Du Deine erste Grundschullehrerin (m/w) bitten?

Dass sie öfter ihr schönes Lächeln lächelt.

4. Zahnseide oder Munddusche?

Zahnseide

5. Notlüge oder bittere Wahrheit

Notlüge (giving), bittere Wahrheit (receiving)

6. Hütchenspiel oder Skat

Ich werde Skat niemals kapieren. Hütchen kann ich.

7. Musical oder Oper?

Oper. Wegen meines Hangs zum Dramatischen.

8. Nachschlag oder Nachtisch?

Nachschlag beim Nachtisch.

9. Wenn Du eine Sache an Deinem Körper ändern könntest, welche wäre das?

Ich würde trotz 8. gerne weniger zum Bauchen neigen. Ich könnte den überflüssigen Pfunden aber anbieten, sich alternativ am Brustkorb anzusiedeln.

10. Wenn Du eine Sache an Deinem Charakter ändern könntest, welche wäre das?

Ich wäre gerne mutiger. In allem.

11. Wenn Dir ein bedingungsloses Grundeinkommen ermöglichen würde, Dich – anstatt zu arbeiten – einer Aufgabe zu widmen – welche wäre das?

Meine Dissertation. Wyssen-Voß kann man eigentlich nur mit akademischen Titel heißen.

12. Deine größte irrationale Angst ist …?

Ich habe ausschließlich rationale Ängste, z.B. dass ich vom Blitz erschlagen werde oder mit dem Flugzeug abstürze.

13. Gibt es einen Film, den Du immer wieder gucken kannst?

Seven. Er hat genau die richtige Dosis Brad Pitt und Splatter.

14. Wie stehst Du zu Deinen Füßen?

Wir tragen uns gegenseitig mit Fassung.

Allen, die wollen, oder nicht anders können, kredenze ich nun auch noch elf Fragen, die mir schon immer auf den Nägeln brannten. Nominieren will ich ganz frech Frau Liller und Das Nuf.

1. Die beste schlagfertige Antwort, die Dir leider zu spät in den Sinn kam, war …. auf ….?

2. Bist Du schon mal im Kino eingeschlafen und wenn ja, bei welchem Film?

3. Taube oder Spatz?

4. Familie bedeutet für mich…

5. Wirst Du heute noch rot, wenn Du an Dein peinlichstes Erlebnis denkst?

6. Conny oder Biggi?

7. Fernreise oder Naherholung?

8. Wenn ich nicht bloggen würde, würde ich die Zeit für …. nutzen.

9. Rühr- oder Spiegelei?

10. Wofür oder -gegen hast Du bei Deiner ersten Demo protestiert?

11. Wie stehst Du zu Sting?

Vorsicht, Wellness!

Zwar harmonieren Schwangerschaften und Jahrhundertsommeranwärter schon per se nicht besonders miteinander, aber es muss erst ein Wellnesswochenende des Weges kommen, um der pränatalen Erschöpfung noch die Prinzessinnenkrone aufzusetzen. Von der schier uferlosen Erholung, die solche, gerne mit Freundinnen verbrachten Kurzeisen ins benachbarte Ausland in Hochglanzprospekten oder auf Parallax geschwängerten Webseiten versprechen, fehlt indes jede Spur.

Es ist halt so: Als biologisch nicht mehr so ganz taufrische, angehende Zweifachmama (von Jungs, wohlgemerkt!) wacht man vielleicht eines nachts schweißgebadet mit der Erkenntnis auf, dass der Traum vom Durchschlafen schon in kurzer Zeit endgültig ausgeträumt sein wird. Hungrige Säuglinge werden zu schubsenden und tretenden Kleinkindern und wenn die dann endlich aus dem Gröbsten heraus sind, wartet die senile Bettflucht bereits auf ihren unermüdlichen Einsatz. Schnell bäumen sich Körper und Geist der Betroffenen ein letztes Mal auf und treffen eine folgenschwere Entscheidung: Ein Wellness-Urlaub muss her, bevor es zu spät ist.

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Luis.

Luis ist ziemlich genau einen Monat alt. Er wiegt jetzt proppere 4420 Gramm und hat schon seit seiner Geburt eine Frisur. Darum beneiden uns viele.

Doch Luis schreit. Öfter als üblich, lauter als erträglich. Und immer so, dass es einem beinahe das Herz bricht. Weil man so hilflos ist.

Luis ist ein Schreibaby. Und der großartigste kleine Junge, den ich kenne.

Ich bin sehr stolz, seine Mama sein zu dürfen.

Zirkumzygotische Wortverknappungs- erscheinungen

Neulich bei Fertilipedia*:
„Irgendwann macht sich im Leben einer Frau möglicherweise ein hartnäckiger KiWu breit. Wenn sich die SS (sic!) trotz vermehrtem GV aber partout nicht einstellen will, hilft die ein oder andere mit Möpf oder anderen Zaubermitteln nach. Auch der Ovu wird zum unentbehrlichen Helfer. Nach einigen ÜZs klappt es dann meistens doch noch mit der NFP – der SST ist positiv und alle Beteiligten sind aus dem Häuschen. Jetzt muss der FA das Testergebnis nur noch bestätigen und den ET errechnen. Wenn man Glück hat, ist sogar beim US schon etwas zu erkennen. Zwischen der 11. und 13. SSW steht meistens die NFM an. In den folgenden SSW hat man dann ausreichend Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, ob man lieber eine NG oder einen WKS möchte. Und sich für einen GVK anzumelden. Mit der 35. SSW beginnt dann der MuSchu und somit auch der Endspurt. Nach rund 40 SSW hat man (sofern man kein Elefant ist und der Mumu mitspielt) die SS hinter sich. Höchste Zeit, sich um RBG und PEKiP zu kümmern…“

(Bild: Flickr / Furryscaly)

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Kollektives Sitzenbleiben

Um zur Arbeit und von dort wieder nach Hause zu gelangen, bin ich täglich bis zu einer Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Das ist bisweilen wegen der Geräusch- und Geruchskulisse nicht unbedingt angenehm, aber für mich gegenüber dem Autofahren immer noch die bessere, kosten-, CO2- und zeitsparendere Alternative. Jedenfalls war das so, bis ich schwanger wurde. Weiterlesen

Elefantenmamas haben’s auch nicht leicht

So eine Schwangerschaft stellt die Nerven vor eine harte Zerreißprobe, jedenfalls meine. Denn ich bin zum einen furchtbar neugierig, zum anderen furchtbar ungeduldig. Und das ist unter diesen Umständen eine wirklich brisante Mischung. 40 (!) Wochen! Das ist gefühlt ein halbes Leben! Tröstlich allein der Gedanke, dass es Elefantenmamas noch viel härter trifft. Aber immerhin ist bei denen von Anfang an klar, dass der Nachwuchs ein Rüsselchen haben wird, während Menscheneltern auch auf diese Einsicht unter Umständen mehr als 20 Wochen warten müssen.

Das „Rüsselchen“ unserer Nachwuchses habe ich nun, in Woche 28, bereits aus allen erdenklichen Perspektiven gesehen. Ich habe inzwischen eine stattliche Sammlung von Gemächtfotos in meinem Ultraschallbilderbuch, deutlich mehr als Kopf- oder Beinbilder. Nein, genant ist unser Nachwuchs ganz und gar nicht. Noch nicht. Aber ich freue mich schon jetzt diebisch darauf, ihm die ganze Sammlung im Teenageralter unter die Nase zu reiben. Wäre doch gelacht, wenn ich dann nicht ein bisschen Schamesröte hervor kitzeln könnte.

Also wieder warten.

Bild: Flickr / MiskiSanko

Ein kleiner Schmutzfleck, da, wo der Bauch am dicksten ist

Ich bin also schwanger. Und das schon im siebten Monat. Was sich dadurch alles so verändert, hätte ich nicht gedacht. Und so schaue ich es mir an und staune jeden Tag, während der Bauch sich keck nach vorne ausbreitet. Dass ich schon jetzt wie kurz vor der Entbindung aussehen muss, merke ich an den teils fürsorglichen, teils beängstigten Blicken in meinem Umfeld. Und an den Fragen, ob es nicht vielleicht doch Zwillinge seien. Sind es nicht – bitte weitersagen! Es ist ein einziger kleiner Kerl, der eben lieber nach vorne raus als ums Eck wohnt. Vielleicht auch, weil er weiß, welch großes Glück es seiner zukünftigen Mama bereitet, irgendwo ganz vorne, an der Stelle wo der Bauch am allerdicksten ist, einen unschuldigen kleinen Schmutzfleck auf ihre Kleidung zu finden.

Gestern in der Tram

Es ist nicht erlaubt, ohne gültige Fahrkarte ein öffentliches Verkehrsmittel zu nutzen. Einverstanden. Schwarzfahren ist kein Kavaliersdelikt und im Grunde ein Diebstahl – mit dem Unterschied, dass hier eine Dienstleistung gestohlen wird. Auch einverstanden. Schwarzfahren wird geahndet, mit einer Geldstrafe von rund 40 €. Soweit alles fein.

Fahrkarte
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So long, 2010

Abschied

Abschied

Das war‘s nun also. Wir haben Dich hinter uns gebracht und werden Dich noch heute Nacht in die ewigen Jagdgründe schicken. Es ist aus und vorbei mit uns.

Eines muss man Dir jedoch lassen: Du hast Deinen Job gar nicht so schlecht gemacht, besser sogar als viele Deiner Vorgänger. Klar hast auch Du für Höhen und Tiefen gesorgt, aber – sind wir mal ehrlich – Du hättest durchaus schlimmer kommen können.

Das Wetter, naja, lass uns nicht mehr darüber reden. Man sollte ein Jahr auch nicht einfach nach seinem Wetter beurteilen. Es gehört ja viel mehr dazu. Und in der wichtigsten Phase des Jahres – dem WM Sommer – da hast Du wettertechnisch gestanden wie eine Eins! Weiterlesen