Spielzeug für Zwerge (bis sechs Monate)

Mein Sohn hat schon jetzt mehr Spielzeug als er je benutzen kann und ich muss zugeben, das Allermeiste davon sogar selbst angeschleppt zu haben. Früher habe ich exzessiv Schuhe und Handtaschen gekauft, heute sind es eben Dinge fürs Kind. Von den vielen niedlichen Spielzeugen, die der Zwerg schon besitzt, gibt es jedoch nur eine Hand voll, die ihn in seinen ersten sechs Lebensmonaten überhaupt länger als fünf Minuten interessiert haben.

In den ersten drei Monaten wäre der Zwerg vermutlich auch ohne eigenes Spielzeug gut ausgekommen. Zwar hatte er einen voll ausgestatteten Laufstall mit Mobile und anderem Schnickschnack, aber im Nachhinein betrachtet, war das von allem Guten viel zu viel und es hat ihn eher unruhig gemacht als unterhalten. Auch wenn das Warten schwer fällt – am Anfang scheint mir weniger mehr zu sein. Allenfalls ein gewisses Seidenpüppchen, das eigentlich nur eine Beigabe in einem Paket mit stadelmann’scher Babykosmetik war, darf hier nicht unerwähnt bleiben, denn das ist  war zum Kuscheln von Anfang an und bis heute ein gern gesehener Gast.*

1. Püppi, das Seidenpüppchen 

Foto: Bahnhof-Apotheke Kempten

Etwa seit dem vierten Monat (so ganz genau weiß ich es jetzt auch nicht mehr), interessiert sich der Sohn nun sehr für Dinge.  Das können übrigens auch Haushaltsgegenstände sein wie zum Beispiel ein Schneebesen und eine Suppenkelle. Aber natürlich auch konventionelles Spielzeug. Und das sind bisher die Renner in seiner Spielzeugkiste:

2. Sein Spielbogen

Spielbogen

Eigentlich ist die Sache mit dem Spielbogen (neudeutsch: Activity Center) nicht wirklich ein Geheimtipp. Ich kenne wenige Babyhaushalte, in denen es keinen gibt. Die Anschaffung lohnt sich wirklich, auch wenn es eine Weile dauern kann, bis der Nachwuchs beginnt, sich mit dem guten Stück zu beschäftigen und ihn dann auch nicht unbedingt so nutzt, wie er eigentlich genutzt werden sollte. Wir haben einen den Sandmann von Heimess (weil Holzspielzeug ja eh gut ist) und das Rainforest Activity Center von Fisher Price (weil den Zwergen das ganze Ökozeugs meistens schnuppe ist und sie stattdessen bunt, schrill und laut mögen.)

3. Der Steh-auf-Clown

Laut Hersteller ist der Clown zwar erst für Kinder ab sechs Monaten gedacht, aber seit der junge Herr bei der Physiotherapie einmal mit dem dortigen Exemplar spielen durfte und es mit strahlenden Augen tat, war klar, dass eine Begehrlichkeit geweckt war. Und weil ich den kleinen Mann so gerne mit strahlenden Augen sehe, organisierte ich ihm schleunigst seinen eigenen Steh-auf-Clown, den er wirklich heiß und innig liebt.

Nicht nur, dass der Clown ein so unglaublich freundliches Gesicht hat, dass man ihn einfach mögen muss, man muss seinem Kopf nur einen kleinen Schubs geben und er dreht sich um 360 Grad. In seinem dicken Leib bimmelt ein Glöckchen (Babys lieben Glöckchen!) und wenn man ihn umstößt, steht er fröhlich wieder auf.

Clown

4. Greiflinge

Das bisher „wertvollste“ Spielzeug in unserer Sammlung sind mit Abstand die Greifbälle, die bereits für die ersten   noch etwas ungelenken Greifversuche toll sind und den Zwerg seitdem durch die Weiterentwicklung seiner Greiftechnik begleiten. Da die ersten Versuche eben noch ein wenig wackelig sind, habe ich zunächst dem Oball den Vorzug gegeben, weil er leichter zu heben ist und es dem Kleinen nicht weh tut, wenn er ihn versehentlich fallen lässt oder ihn sich im Eifer des Gefechts vor den Kopf haut. Weil der Ball sich so leicht greifen lässt, gab es schnell erste Erfolgserlebnisse und schon bald konnte er den Ball mit beiden Händen greifen. Etwa zu dem Zeitpunkt habe ich den Skwisch eingeführt. Auch der ist nicht wirklich schwer und wird vermutlich keine ernsthaften Verletzungen hervorrufen, aber da Holzkugeln verarbeitet wurden, wollte ich dennoch lieber warten, bis der Zwerg eine gewisse Greifreife erreicht hat. Der Skwisch ist wirklich toll, denn zum einen fördert er das beidseitige greifen mit dem Händen, zum anderen lassen sich auch die Füße prima mit einbauen. Er ist flexibel, kann zusammengedrückt und auseinander gezogen werden. Bisher steht der Skwisch damit auf meinem persönlichen Spielzeug-Siegertreppchen ganz oben und der Sohnemann sieht das ähnlich.

Greiflinge

5. Sophie, die Giraffe

Sie ist ein Klassiker und daher muss man sie vielleicht gar nicht erwähnen, aber wir beide mögen die quietschige Kautschukgiraffe Sophie wirklich sehr – insbesondere seit das in den Mund nehmen von Dingen für den kleinen Herrn das Allergrößte ist. Leider mussten wir unsere Sophie gleich zweimal kaufen, da die erste zu der zurückgerufenen Charge gehörte. Bereut haben wir es aber noch keinen Tag!

Sophie

Natürlich hat der kleine Mann auch an vielen anderen Spielzeugen aus seiner Kiste Spaß, aber bei den hier genannten scheint mir der Spaß bisher am nachhaltigsten zu sein und daher möchten wir sie Euch ans Herz legen. Natürlich freuen wir uns auch auf Eure Spielzeugtipps – gerne auch für die nächsten sechs Monate!

*Besagtes Seidenpüppchen scheint vor ein paar Tagen verlustig gegangen zu sein. Wir sollten den Mantel des Schweigens darüber ausbreiten.

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