Mellcolm im Wanderland, Teil IV: Von Adelboden über Lenk zurück nach Belp

Nachdem wir am Vorabend pizza- und süßkrambefüllt in luftiger Hochbetthöhe erneut pfeilschnell in den Schlaf geschossen waren, erwachten wir noch vor dem ersten Hahnenschrei voller Tatendrang und erstaunlich hungrig. Nach porentiefer Katzenwäsche stiegen wir in Pantoffeln die Steige hinunter in Ruth und Peters gemütlichen Frühstücksraum, wo selbige uns bereits mit frischem Kaffee, selbst gemachter Marmelade (Aprikose-Lavendel und Rhabarber-Banane-Vanille) und derlei Köstlichkeiten erwarteten.

Fruehstueck
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Mellcolm im Wanderland, Teil III: Von Kandersteg (Ogi-Wil) nach Adelboden (Adubode)

Wenn es am schönsten ist, sollte man gehen. Nach zwei Nächten in der freundlichen Obhut von Herrn Bates war es für uns an der Zeit, die Lodge unseres Vertrauens zu verlassen und in vielerlei Hinsicht neue Wege zu gehen. Nach dem zweiten 5-Sterne-Frühstück, schnürten wir unser Päckchen, beglichen brav unsere Rechnung und zogen von dannen. Herr Bates schmeißt die gesamte Lodge alleine mit seiner Frau und kann naturgemäß nicht gleichzeitig den Pool säubern, Betten beziehen, das Frühstück zubereiten und Gäste ein- und auschecken. Wenn er also mal keine Zeit hat, persönlich von seinen Gästen Abschied zu nehmen, vertritt ihn ein außen am Rezeptionsbüro angebrachter Briefkasten, in den man die Gebühr für Kost und Logis auch einfach einwerfen kann – einen Namen oder eine Zimmernummer muss man dazu nicht angeben. Am Ende wird schon alles irgendwie stimmen.

Wegweiser

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Träume und Eiskonfekt

Gestern war ich mit dem Sonnenschein in Inception, das ist dieser Film mit Leonardo di Caprio (der seit The Basketball Diaries eigentlich nach und nach aufhörte, schön zu sein) der in Träumen in Träumen in Träumen spielt. Das Ganze war ein wenig verwirrend, aber ich habe die meiste Zeit ob dieser Verwirrung schallend in mich hinein gelacht. Ich fand den Film nämlich ganz herrlich, fast wie Karussel fahren, nur dass es dem Magen nachher immer noch gut ging. Mei ging‘s da rund!

Klar, dass wir vorher an der bunten Snackbar zahlreiche Dinge gekauft haben, an die man überhaupt nur im Kino denkt. Eben wie an Tomatensaft im Flugzeug. Nur auf Kino gemünzt. Für mich gab es jedenfalls Eiskonfekt. (Ich glaube übrigens nicht, dass so etwas jemals von Menschen außerhalb von Kinos gegessen wurde). Und gemeinsam mit meinem Eiskonfekt genoss ich den lustigen Film noch viel mehr.

Drei Stunden später war der Spaß vorbei. Noch beim Verlassen des Kinos musste ich immer noch in mich hinein kichern. Ich bin davon überzeugt, dass die Macher dieses Films irgendwas Lustiges genommen hatten. Aber mir war das wurscht, denn ich fühlte mich wirklich blendend unterhalten. Und ganz nebenbei hatte ich meine vormals strahlend weiße Bluse von oben bis unten mit Eiskonfektschokolade vollgeschmiert.

Mellcolm im Wanderland, Teil II: Von Kandersteg (über New York, Leukerbad & Tokio) nach Kandersteg

Am zweiten Tage der Wanderei stand der große Familienwandertag mit Kind, Kegel, Hund und allem was sonst noch nicht niet- und nagelfest war auf dem Programm. Es sollte um Punkt 9:00 Uhr losgehen. Vorher, so der Plan, wollten der muntere Wandergefährte und ich uns noch an dem freundlicherweise von Herrn Bates im Zimmermietpreis inkludierten oppulenten Frühstücksbuffet laben.

Um 8:20 Uhr, wir hatten uns gerade erst in die Wanderkluft geschwungen, klingelte das Handy und eine Stimme bedeutete uns, aus dem Fenster zu schauen. Wir taten wie uns geheißen wurde und siehe da: Draussen stand bereits der versammelte Rest der munteren Wandergesellschaft. Einen ganz kurzen Moment sahen wir das deliziöse 5-Gänge-Frühstücksbuffet in weite Ferne rücken. Doch dann gelang es uns, den kleinen Wanderclub davon zu überzeugen, dass es alles andere als ein Kindergeburtstag werden würde, uns Beide mit leeren Mägen zum Wandern zu nötigen. Das Frühstück war also gesichert, entpuppte sich allerdings als weniger 5-gängig als zunächst angenommen. Wir aßen dennoch diverse Stullen mit Marmelade und anderen Belägen und fühlten uns schließlich ausreichend gestärkt, um den sich vor uns aufbäumenden Berg zu bezwingen.

Schweizer Statik
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