Projekt: …und Ronaldo weint. Neunzehnter Spieltag.

Das Leben ist nicht immer fair. Auch nicht beim Fußball. Nicht mal beim Zuschauen. Denn wenn man sich bei einer rasanten Partie, die man vielleicht zwischen Argentinien und Spanien erwarten würde, in jeder einzelnen Minuten wünscht, dass sie mindestens bis zum Elfmeterschießen andauert, so wünscht man sich gleichermaßen von einer weniger prickelnden Partie, dass der Schiedsrichter das Spiel bereits zum Ende der ersten Halbzeit spontan ganz abpfeift. Weiterlesen

Projekt: Wir spielen auch gegen Holland. Achzehnter Spieltag.

Dass die Niederländer weiter gekommen sind finde ich -zu meinem eigenen Erstaunen- gut. Zum einen ist der Arjen Robben ein ausnahmsweise ausnahmslos sympathischer Holländer, der zu allem Überfluss auch noch Fußball kann, zum anderen ist so ein gepflegtes Interview mit Marc van Bommel dank dessen reizendem Rudi-Carrell-Akzent ganz großes Heimkino. Weiterlesen

Projekt: Wir rächen Wembley. Siebzehnter Spieltag.

Ich bin Pessimistin. Das erspart mir so manchen überraschenden Ärger. Wenn man nämlich wie ich davon überzeugt ist, dass das Glas halb leer ist, dann kann man sich gut darauf einstellen, dass es schon in Kürze ganz leer sein wird und rechtzeitig ein neues bestellen. Wenn man hingegen an halb volle Gläser glaubt, dann sitzt man ehe man sich versieht und ohne jede Vorahnung auf dem Trockenen. Weiterlesen

Projekt: Endlich k.o. Sechzehnter Spieltag.

Glück ist, wenn die Vorrunde vorbei ist und man sich nur noch auf zwei Spiele am Tag konzentrieren muss. Glück ist außerdem, wenn die Vorrunde vorbei ist und es endlich bei allen Beteiligten in jedem Spiel ums Gewinnen geht.

Aufgrund angestrengter Wandertätigkeit im Umland von adretten deutschen Badeseen mit anschließendem Holunderblütenverzehr musste die erste Partie des Achtelfinales leider ohne mich stattfinden.

Vom Hörensagen und Lesenschreiben weiß ich allerdings, dass die Urus die Südkoreaner nicht unbedingt aus der Lamäng besiegten, da sich letztere nicht ohne Gegenwehr ergeben wollten.

Uruguay gegen Südkorea

Zwei : Eins

Am Abend wurde dann im Biergarten das Spiel der letzten afrikanischen Mannschaft im Turnier gegen die tapferen US-Amerikaner serviert. Nicht ganz unparteiisch wie ich nun einmal bin wünschte ich Kevin Prince Boateng mal wieder alle erdenklichen extrem juckenden Krankheiten an den Hals und hoffte, dass die Amis, die ja neuerdings immer und alles können, auch in diesem Spiel die Weltherrschaft übernehmen würden. Versucht haben sie es wenigstens. Und so konnten sie sich zumindest mit einem Unentschieden aus der regulären Spielzeit hinaus retten. In der Verlängerung entpuppten sich Obis Jungs aber als die deutlich plattere Mannschaft, so dass sie dem erneuten Führungstor der Ghanaer LEIDER nichts mehr entgegen zu setzen hatten.

USA gegen Ghana

Eins : Zwei

Projekt: Es ist schon ein (Schweizer) Kreuz. Fünfzehnter Spieltag.

Wenigstens ein einziges Spiel dufte Afrikas eigentlich beste Mannschaft bei dieser WM noch gewinnen. Zwar nur gegen Nordkorea. Und leider ohne Chance auf einen Einzug ins Achtelfinale, aber das sind in solch einer Situation kleine und wenig wichtige Details. Die Nordkoreaner dürften ihrerseits froh gewesen sein, dass sie in diesem Spiel „nur“ drei Treffer kassierten.

Nordkorea gegen Elfenbeinküste

Null : Drei

In der zweiten Partie der Gruppe G trafen Portugal und Brasilien aufeinander und langweilten mit ihrem tor- und ereignislosen Spiel sich selbst und die Fans gleichermaßen. Nachdem für Beide der Einzug ins Achtelfinale schon vor dem Spiel feststand hatte man sich offensichtlich zum gemeinsamen Rumklickern entschieden. (Zeit Online liefert hierzu einen ganz bezaubernden Spielbericht, den ich unbedingt mal erwähnen wollte.)

Portugal gegen Brasilien

Null : Null

Eher erwartungsgemäß verhielten sich die Spanier im Spiel gegen Chile: Sie gewannen. Die Chilenen entschlossen sich dementsprechend ganz konsequent dazu, das Spiel zu verlieren. Kurz: Es herrschte Einigkeit auf dem Platz.

Chile gegen Spanien

Eins : Zwei

Auch bei den Schweizern und Hondurern war man sich einig. Dort konzentrierte man sich aber vor allem darauf, beim guten alten Anstarrspiel nicht zu verlieren anstatt Tore zu schießen. Gewonnen haben beide. Verloren haben beide. Eine Schande, wo man den Schweizern nach dem Überraschungssieg gegen Spanien doch endlich mal etwas hätte gönnen mögen.

Schweiz gegen Honduras

Null : Null

Projekt: Hammaglückgehabt. Dreizehnter Spieltag.

Aus gegebenem und für die Welt nachvollziehbarem Anlass kann ich mich heute nur auf ein einziges Spiel konzentrieren. Man möge mir diese kleine, der deutschen Teilnahme geschuldete Unzulänglichkeit nachsehen.

Der Vollständigkeit halber möchte ich die Anderen nicht unerwähnt lassen: Es haben sich Mannschaften unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher Güte zum Spiele zusammengefunden und teils gewonnen, teils verloren. Wie im richtigen Leben siegten am Ende die Amerikaner nebst ihren Bundesgenossen den Engländern. Es war Glück im Spiel. Weiterlesen

Projekt: Ottos Mops kotzt. Zwölfter Spieltag.

Ob man nun ein abgeschlossenes Sportstudium in der Tasche hat und seit der F-Jugend durchgehend Mitglied eines Fußballvereins ist, wöchentlich den Kicker liest, bei Sky Bundesliga und Champions League abonniert hat und die Namen aller Stürmer der ersten und zweiten Bundesliga rückwärts tanzen kann – bei dieser WM nützt das alles nichts, denn die Spiele laufen ohnehin so wie sie wollen. Aber man gewöhnt sich an alles und mir macht es -zugegebenermaßen- viel Spaß, dass meine aus der Hüfte geschossenen, ahnungslosen Tipps aus Versehen immer wieder ins Schwarze treffen, während die Tippprofis auf den Ranglisten immer weiter abrutschen. Weiterlesen

Projekt: Wenn Pfeifen pfeifen. Elfter Spieltag.

Es gibt Spiele, in den fallen so viele Tore, dass es am Ende fast ein bisschen lästig wird. Die Partie von Portugal gegen Nordkorea war so ein Spiel. Da hatte uns das Team von Portugal fast eine ganze Halbzeit glauben lassen, dass es mit dem erzielten ersten Tor durchaus zufrieden sei, um dann in der zweiten Hälfte einen Torschuss nach dem nächsten auf den völlig eingeschüchterten nordkoreanischen Torhüter abzufeuern. Das großangelegte mit-Kanonen-auf-Spatzen-Schießen schönte vielleicht die portugiesische Torstatistik, dem Spiel entzog das Geballere leider den ohnehin kaum vorhandenen Charme. Weiterlesen